DONNERSTAG, 09.09.2010
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Vertrieb Aktuell - Trends

Marketing und Vertrieb bieten Wachstumspotenzial in der Krise

Für die Studie wurden zur Jahresmitte 2009 zum vierten Mal in Folge über 200 Führungskräfte befragt. Neben den bewährten, statistisch fundierten Marktdaten liefert die Neuauflage der Studie erstmals auch eine Langzeitanalyse mit dem Vergleich zur Rezession 2001 und der Hochkonjunktur 2006.

Unternehmenswachstum mehrheitlich im Einklang mit Markt
Rund 46 Prozent der befragten Führungskräfte geben eine schrumpfende Branchenentwicklung an, in 14 Prozent der Fälle verkleinert sich die Branche sogar um mehr als 30 Prozent. In 64.7 Prozent der Fälle geht das Unternehmenswachstum mit dem Branchenwachstum einher. Hier betreffen die allgemeinen Trends der Branche auch die meisten individuellen Anbieter. Lediglich 5.5 Prozent der Unternehmen wachsen schlechter als die Branche. 29.8 Prozent der Firmen wachsen hingegen stärker als die Branche. «Wir haben untersucht, wie es die erfolgreichen Unternehmen trotz ähnlicher Rahmenbedingungen schaffen, ihre Ziele besser zu erreichen als der Durchschnitt», sagt Dr. Christian Schmitz, Leiter des Kompetenzzentrums Business-to-Business Marketing am IfM-HSG.
 
Marketing-Innovationen fördern
Die Studie des IfM-HSG zeigt im Detail, wie erfolgreiche Unternehmen vorgehen, um stärker zu wachsen als der Rest der Branche: Sie setzen auf innovative Lösungen im Marketing, stärken ihr Geschäftsmodell und verbessern die Position des Marketing innerhalb des Unternehmens. So betreibt der Automobilhersteller BMW beispielsweise gemeinsam mit der Universität St.Gallen (HSG) ein «Marketing Innovation Lab», das neuartige Verkaufs- und Vermarktungsstrategien entwickelt. Die Studie zeigt auch einen Trend zur Nutzung neuer Medien, zum Beispiel des viralen Marketings und des interaktiven Web 2.0. Dabei spielen die Multiplikation von Marketingaktivitäten in so genannten «Kunden-Communities» eine besondere Rolle. Hingegen verzichten die erfolgreichen Unternehmen darauf, ihre Marketingbudgets grundlegend zu restrukturieren. Bei Budgetkürzungen ist Vorsicht geboten. Die Studienergebnisse legen nahe, dass Marketing-Innovationen gefördert werden sollten und die Rückbesinnung auf einfache Lösungen im Marketing kein zu einseitiges Gewicht verdienen.

Von klassischem Marketing zu mehr Internet und Direktvertrieb
«Die aktuelle Krise wird sich auch wesentlich auf die zukünftigen Entwicklungen in Marketing und Vertrieb, im Besonderen auch in der Unternehmenskommunikation auswirken», fasst Prof. Dr. Christian Belz, Direktor des Instituts für Marketing (IfM-HSG) die Studienergebnisse zusammen. In den vergangenen Jahren wurden in den meisten Unternehmen die Budgets für klassische Marketinginstrumente wie Sponsoring und Medienwerbung massiv gekürzt. Die Studienergebnisse zeigen, dass Unternehmen weitere Kürzungen in diesen Bereichen planen. Hingegen gewinnen vor allem Marketingaktivitäten im Internet an Bedeutung. Die massivste Erhöhung des Engagements sehen die Unternehmen jedoch beim klassischen Vertrieb über Aussendienstmitarbeiter.

Quelle: moneycab.presscab.com

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