
Absatzstufen
Die Definition einer Absatzstufe hängt von der Anzahl der zwischengeschalteten Mittelsmänner ab. Danach unterscheidet man 0-level-, 1-level-, 2-level- oder Mehr-Level-Kanäle. Folgerichtig kann bei Absatzstufen unter den folgenden Distributionsarten unterschieden werden: Direkte Distribution ohne Mittelsmänner oder indirekte Distribution über Mittelsmänner.
Um die Funktionen der Absatzstufen richtig einordnen zu können, ist aber auch die Funktion des Absatzes allgemein von großer Wichtigkeit. Absatz ist die Menge oder der Wert verkaufter Produkte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Auch der Verkaufsvorgang selbst wird als Absatz bezeichnet. Der Absatz ist eine betriebswirtschaftliche Größe, der die größte Beachtung geschenkt wird. Meist wird der Absatz und vor allem sein Wachstumsverlauf sowie seine allgemeine Entwicklung mittels graphischer Mittel beobachtet Hauptphasen des Absatzes sind Absatzvorbereitung, wie z.B. der Bereich Werbung, und Absatzdurchführung, worin vor allem der Verkauf von Waren gemeint ist. Innerhalb der Planung eines Unternehmens fällt der Absatzplanung eine entscheidende Rolle zu, denn auf dem Absatzziel bauen alle weiteren Planungsschritte auf. Ohne eine Absatzplanung wird auch die Kostenplanung unmöglich.
Im Bereich der Distribution können im Bereich des Absatzes zwei Gruppen ausgemacht werden. Absatzmittler kaufen und verkaufen als Einzelhändler oder Großhändler ihre Waren auf dem Distributionskanal. Sie können als Makler und Vertreter auch im Namen der Hersteller verhandeln oder die Aufgaben der Kundenakquise übernehmen. Absatzhelfer wie Werbeagenturen, Banken, Versicherungen oder auch Spediteure dagegen übernehmen unterstützende Aufgaben und sind keine Mitglieder des Distributionskanals.
Wichtig für den Absatz sind außer Absatzstufen auch Absatzkanäle. Der Absatzkanal ist eine Kette aus Vertriebseinheiten des Herstellers (z.B. Händler, Handelsvertreter) sowie rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Absatzmittlern.
