
Hätte ich Ihnen, den Lesern dieses Blogs, eigentlich etwas wünschen sollen? "Frohe Ostern" oder wenigsten "Schöne und erholsame Feiertage!"?
Die allgemeine Auffassung ist ja, dass eine persönliche, direkte Ansprache des Kunden von diesem sehr geschätzt würde und deswegen einer der vielen Königswege zur Kundenbindung sei. Und so schwappt es vor allem zum "Fest der Liebe" (Weihnachten) in die Briefkästen und Mailboxen und ebenfalls zum Geburtstag, wenn man Ihrer diesbezüglichen Daten habhaft werden konnte. Freut Sie das?
Fast jeder, der solche Grüße verschickt und etwas auf sich hält, begnügt sich ja nicht mit "Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten / frohe Ostern / alles Gute zum Geburtstag!" Da werden Sinnsprüche und Gedichte zitiert, fernöstlich (Laotse & Co.), klassisch (je klassischer umso besser), ironisch-witzig (gerne genommen: Oscar Wilde) oder modern ("Der kleine Prinz" von Saint-Exupéry, "Der Prophet" von Khalil Gibran oder - für alles und jedes - Herbert Grönemeyer).
Im Prinzip schön, wenn sich jemand Gedanken macht, was gefallen könnte, was einem den wichtigen Impuls zur künftigen Lebensbewältigung geben könnte. Dumm nur, dass so viele sich mit dem gleichen Ergebnis Gedanken machen. "Man sieht nur mit dem Herzen gut …" hat doch jeder schon gefühlte 100-mal in diesem Zusammenhang gelesen!
Bleibt die entscheidende Frage: Würden Sie diesen Blog in Zukunft öfter lesen, wenn ich Ihnen letzte Woche "Frohe Ostern!" gewünscht hätte?
u. A. w. g.
Ihre
Sabine Kanzler
