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Bewerbungsabsage bekommen? Nicht entmutigen lassen!

Die Angst vor Ablehnung ist ein Gefühl, das den meisten Menschen nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Umfeld vertraut ist. Gerade der Bewerbungsprozess kann viele Enttäuschungen bereithalten. Meist hält sich die Motivation, weitere Bewerbungen zu verschicken, nach einer Bewerbungsabsage erst einmal in Grenzen. Das ist durchaus normal und legt sich meist schnell wieder.

Bewerbungsabsage nach dem Vorstellungsgespräch

Etwas anders verhält es sich bei vielen, wenn die Absage erst nach dem Vorstellungsgespräch kommt. Denn im Gegensatz zur Absage nach der schriftlichen Bewerbung „haften“ Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch quasi mit der eigenen Persönlichkeit. Immerhin wirft eine solche Absage viele Fragen auf, zum Beispiel:

  • „Fanden die mich unsympathisch?“
  • „Habe ich etwas Falsches gesagt?“
  • „War mein Händedruck zu schlaff?“
  • „Hätte ich die letzte Frage anders beantworten sollen?“

Das Problem ist, dass die Absagen nach einem Vorstellungsgespräch meist ebenso nichtssagend ausfallen wie nach dem einfachen Versenden der Bewerbungsunterlagen.

Meist klingt die Bewerbungsabsage so oder ähnlich:

„Wir danken Ihnen für das von Ihnen wahrgenommene Bewerbungsgespräch und freuen uns über das damit verbundene Interesse an einer Ausbildung in unserem Unternehmen. Auf Grund der hohen Bewerberzahl sind wir gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Zu unserem Bedauern müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen können. Bitte sehen Sie dies nicht als Wertung ihrer Qualifikation. Wir wünschen Ihnen für ihre weitere Suche viel Erfolg.“

Nachhaken kann sinnvoll sein

Bei einer solchen Ansammlung von Gemeinplätzen hilft es auch nichts, zwischen den Zeilen nach den wahren Gründen für die Absage zu fahnden. Bevor sich Bewerber also wochenlang mit der Frage auseinandersetzen, was eigentlich schief gelaufen ist, sollten sie sich die Telefonnummer des Gesprächspartners heraussuchen, anrufen und versuchen herauszufinden, woran es lag. Es ist natürlich wichtig, dabei sehr freundlich vorzugehen und nicht gleich mit der Frage nach Gründen herauszuplatzen.

Bewerber sollten sich hier zunächst einmal bedanken, zum Beispiel für das Gespräch oder die Rücksendung der Unterlagen. Im weiteren Verlauf können Bewerber vorsichtig um Rat bitten, wie man es in Zukunft besser machen kann. Nicht immer wird man eine aussagekräftige Antwort erhalten. Manchmal wollen sich die Unternehmen wegen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) nicht äußern, um juristisch auf der sicheren Seite zu sein. In jedem Fall sollten Bewerber höflich bleiben und letztlich akzeptieren, wenn sich der Personalverantwortliche gar nicht dazu äußern kann oder will.

Nicht entmutigen lassen!

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, ein Bewerbungsgespräch zu reflektieren, um die Situationen und Fragen herauszufiltern, bei denen man sich unwohl gefühlt hat oder nicht souverän antworten konnte. Zugleich sollten Bewerber aber nicht zu lange über eine Absage nachdenken. Denn das blockiert eher und verstärkt die Unsicherheit. Letztlich kann eine Bewerbungsabsage sehr viele Gründe haben, von denen viele auch nicht im Einflussbereich des Bewerbers liegen.

Bild: PublicDomainPictures / pixabay.com

19. August 2016|SalesCareer|