Gehaltsdefizit: Verdienst von Frauen und Männern

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist hierzulande noch immer nicht in den Portemonnaies angekommen. Das hat jetzt eine Gehaltsauswertung des Statistischen Bundesamtes ergeben. Männer verdienen nach wie vor mehr als Frauen. Damit sind die Ergebnisse bereits seit mehreren Jahren unverändert. Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 15,56 Euro für weibliche Arbeitnehmer und einem Bruttolohn von 19,84 Euro für ihre männlichen Kollegen liegt das Gehaltsdefizit bei 22 Prozent.

gehaltsdefizit

Hoher Frauenanteil in schlecht bezahlten Berufen

Dabei sind die Ursachen für das Gehaltsdefizit laut der Untersuchung vor allem in den unterschiedlichen Branchen und damit den Berufen,  die Frauen und Männer ergreifen, zu suchen. So ist der Frauenanteil in besonders schlecht bezahlten Berufen, wie zum Beispiel bei Reinigungskräften, sehr hoch. Auch im Gastgewerbe, im Erziehungswesen sowie im Gesundheitsbereich sind Frauen überrepräsentiert.

Gehaltsdefizit durch geringeren Beschäftigungsumfang

Auch ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen in puncto Führung und Qualifikation werden vom Statistischen Bundesamt angeführt. Nach wie vor besetzen Frauen deutlich weniger Führungspositionen als ihre männlichen Kollegen. Zuletzt betrug der Anteil in Aufsichtsräten circa 15 Prozent, wie das Managerinnen-Barometer 2014 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt.

Des Weiteren nennt das Statistische Bundesamt noch andere Faktoren wie etwa ein niedrigeres Dienstalter sowie einen geringeren Beschäftigungsumfang. Danach gehen mehr Frauen in Teilzeit arbeiten als Männer, vor allem nach der Geburt des ersten Kindes.

Bild: hypotekyfidler.cz | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

19.03.2014

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