Traumjob gesucht? – Traumjob gefunden!

Freude am Beruf und ein entsprechendes Gehalt sind meist die ersten Gedanken, wenn es darum geht, den Traumjob zu beschreiben. Doch was genau steckt dahinter? Wie zeichnet sich der Traumberuf aus und wie kann man ihn am besten finden?

traumjob

Mit Hygienefaktoren und Motivatoren zum Traumjob

Den einen Beruf finden, in dem alle Wunschfaktoren erfüllt sind, ist oft nicht einfach. Betrachtet man die Herzberg-Theorie (1968 durch Frederick Herzberg entwickelt), müssen im Traumjob zwei Faktoren für die Mitarbeiter stimmen:

  • Die Hygienefaktoren beziehen sich mehr auf die harten Fakten wie einen sicheren Arbeitsplatz, ein angenehmes Arbeitsumfeld oder ein „gutes“ Gehalt.
  • Die Motivatoren hingegen umfassen die Soft Skills wie (Selbst-) Verwirklichung, Verantwortung oder Aufstiegsmöglichkeiten.

Beide Faktoren sind für den idealen Job wichtig. Allerdings unterscheiden sie sich grundlegend voneinander. Wenn die Hygienefaktoren nicht gegeben sind, zum Beispiel wenn das Gehalt für die Arbeitsleistung zu niedrig ist, tritt bei den Mitarbeitern Unzufriedenheit auf. Stimmen die Hygienefaktoren jedoch mit den Vorstellungen und Wünschen überein, tritt nicht automatisch Zufriedenheit ein – lediglich die Unzufriedenheit bleibt aus. Bei den Motivatoren sieht es anders aus: Sind diese nicht vorhanden, stellt sich zwar auch keine Zufriedenheit ein, doch wenn es Motivatoren gibt, sind die Mitarbeiter zufrieden.

Im Traumberuf stimmen also die Hygienefaktoren mit den eigenen Vorstellungen überein – und die Motivatoren liefern ausreichend Anreize, um mit Freude und Begeisterung seiner Arbeit nachzugehen.

Bedürfnisse sind so individuell wie die Mitarbeiter selbst

Letztendlich beschreiben die Hygienefaktoren und Motivatoren die Bedürfnisse der Menschen. Und da jeder Mensch anders ist, sind es auch deren Bedürfnisse. Was für den einen Motivatoren sind, ist für den anderen möglicherweise ein wahres Horror-Szenario. Was genau den Traumjob ausmacht, untersuchen zahlreiche Studien und (Mitarbeiter-) Befragungen. Im Wesentlichen decken sich die Untersuchungen weitgehend. Demnach gehören zu den wichtigsten Punkten für den Traumjob:

  • Interessantes und inspirierendes Arbeitsumfeld
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Gute Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
  • Freiräume und Verantwortung
  • Gestaltungsspielraum und Entscheidungsmöglichkeiten
  • Variables und leistungsgerechtes Gehalt

Ebenfalls häufig aufgeführt werden übrigens Sozialkompetenz bei der Führungskraft, Glaubwürdigkeit des Unternehmens, feedbackorientierte Kommunikation und Ziele und Perspektiven mit Sinn.

In 5 Schritten den Traumjob finden

Wer seinen idealen Beruf finden möchte, sollte sich über die eigenen Bedürfnisse klar sein. Während dem einen die hohe Verantwortung im Job besonders wichtig ist, möchte der andere zum Beispiel so wenig Verantwortung wie möglich tragen, sich dafür aber kreativ ausleben dürfen. Egal, ob Start ins Berufsleben oder Neuorientierung im Job: In 5 Schritten kann man seinen persönlichen Traumberuf finden.

Sich über die eigenen Bedürfnisse bewusst sein

Um den Traumjob überhaupt finden zu können, sollte man sich darüber bewusst sein, was einem persönlich wichtig ist. Dazu gehören sowohl die Hygienefaktoren, als auch die Motivatoren. Wer sich also auf die Suche nach dem Traumberuf macht, kann zum Beispiel eine Liste anfertigen und zunächst all das aufführen, was man sich vom „perfekten“ Arbeitgeber und Job wünscht. Erlaubt ist in diesem Schritt alles, was einem wichtig ist und glücklich macht!

Stellenausschreibungen aufmerksam lesen

Genauso wie man selbst Anforderungen an den Job und das Unternehmen hat, hat es auch der Beruf an die künftigen Mitarbeiter. Daher gilt es im nächsten Schritt, Stellenausschreibungen zu suchen und die Kriterien aufmerksam und genau zu lesen.

Stellenangebot und Anforderungen mit den eigenen Wünschen / Bedürfnissen abgleichen

Oft lässt sich bereits in Schritt 2 eine Selektion durchführen, wobei man interessante von uninteressanten Stellenausschreibungen trennt. In diesem Schritt geht es allerdings an die genauere Durchleuchtung der in Frage kommenden Stellen. Mithilfe der angefertigten Liste aus Schritt 1 lässt sich hier gut vergleichen, ob die Anforderungen von Job und Unternehmen mit den eigenen Bedürfnissen übereinstimmen. Zwar kann es durchaus passieren, dass sich nicht alles miteinander deckt. Allerdings kann man nun ein Ranking vornehmen, wobei man die für sich besten Stellen hervorhebt.

Informationen über das (vermeintliche) Traumunternehmen einholen

Da nicht nur der Job selbst, sondern auch das Unternehmen wichtig ist, sollte man sich im nächsten Schritt über die Unternehmen mit den attraktiven Stellenausschreibungen genauer informieren. Das können zum Beispiel Informationen über Vision, Strategie und Ziele des Unternehmens sein, aber beispielsweise auch über soziales Engagement, Standorte oder „aktuelle Schlagzeilen“ in der Presse.

Unternehmenswerte mit den eigenen Werten und Bedürfnissen vergleichen

Hat man alle Informationen eingeholt, sollte man diese wieder mit seinen eigenen Bedürfnissen und Werten vergleichen. So lässt sich oft schon gut herausfinden, ob man bei dem Unternehmen grundsätzlich glücklich werden könnte oder ob sich das Leitbild des Unternehmens einfach nicht mit den eigenen Vorstellungen vereinbaren lässt.

Warum es gerne ein Wunschkonzert für den Traumjob sein darf

Wenn Unternehmen nach neuen Mitarbeitern suchen, suchen sie oft nach der Eierlegenden-Woll-Milch-Sau, also nach dem perfekten Mitarbeiter, der einfach alles kann. Wer seinen Traumjob finden möchte, darf also auch gerne selbst ein Wunschkonzert spielen. Auch wenn man meist den einen oder anderen Kompromiss bei der Jobsuche eingehen muss, sollte man dabei dennoch die eigenen Wünsche im Vordergrund behalten. Daher gilt: Kompromisse ausschließlich dann eingehen, wenn die Rahmenbedingungen (die Hygienefaktoren) dennoch passen und zumindest einige der individuellen Bedürfnisse (Motivatoren) geboten sind.

Siehe auch: Überforderung im Job: Wie erkennen? Wie vermeiden?

Bild: Pressmaster | shutterstock.com

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