Arbeitnehmer im Home-Office: Gut für Unternehmen

Home-Office – das klingt immer ein bisschen gemütlich und entspannt. Schließlich muss man keine Arbeitswege auf sich nehmen, kann sein Mittagessen in der heimischen Küche zubereiten und sich zum Arbeiten auch mal auf das Sofa verziehen. Mit Entspannung hat das Arbeiten von zu Hause aus allerdings nicht viel zu tun. Tatsächlich zeigen Studien der letzten Jahre immer wieder, dass Arbeitnehmer im Home-Office teilweise mehr Überstunden und weniger Pausen machen.

Arbeitnehmer im Home-Office

Produktivitätssteigerung um 13 Prozent

Eine Studie der Universität Stanford kommt nun zu einem ganz ähnlichen Ergebnis. Demnach ergab die Untersuchung der rund 16.000 im Home-Office arbeitenden, dass sich diese Beschäftigungsform durchaus vorteilhaft auswirkt – vor allem für Arbeitgeber. Denn die Produktivität der Heimarbeiter stieg um ganze 13 Prozent.

Zu einem großen Teil konnten es die Wissenschaftler darauf zurückführen, dass die Arbeitnehmer im Home-Office im Schnitt länger arbeiteten als ihre Kollegen mit Anwesenheitspflicht und zudem weniger und kürzere Pausen einlegten. Interessanterweise wiesen diejenigen, die im Home-Office arbeiteten, auch weniger Fehlzeiten durch Krankheitstage auf. Darüber hinaus waren die Heimarbeiter konzentrierter und in den eigenen vier Wänden weniger anfällig für Störungen und Ablenkungen. Offenbar macht die Heimarbeit außerdem zufriedener. Das berichteten die Teilnehmer einstimmig.

Der große Haken für Arbeitnehmer im Home-Office

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein? Ja in der Tat, denn der große Haken an der Sache offenbart sich beim Gehalt: Verglichen mit den Kollegen im Büro ging die deutlich bessere Leistung der Heimarbeiter unter. Infolgedessen gab es für die Heimarbeiter weniger Gehaltserhöhungen und Beförderungen.

Und das, obwohl die Arbeitnehmer im Home-Office insgesamt ein Plus von 1.600 Dollar erwirtschafteten – durch Mehrleistung und die Einsparung von Bürokosten. Die Forscher brachten das „Phänomen“ mit einem Satz auf den Punkt: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.

18.12.2015

Siehe auch: Home Office im Pyjama?

Bild: David Martyn Hunt | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

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