Jobsharing – SalesLexikon

Jobsharing ist ein Arbeitszeitmodell, welches sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Dabei teilen sich zwei – oder mehrere – Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle. Die rechtlichen Grundlagen für diese moderne Form der Teilzeitarbeit sind im Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 13 TzBfG) geregelt. Die Job-Sharer übernehmen gemeinsam Verantwortung und legen in der Regel die Arbeitszeiten selbstständig untereinander fest. Das ist zwar mit einem erhöhten Planungsaufwand verbunden. Jedoch bietet ein solches Modell größere Flexibilität für die beteiligten Arbeitnehmer.

Jobsharing

Wie Jobsharing funktioniert

Einerseits können Job-Sharer sich lediglich die Arbeitszeit teilen. Wobei sie relativ unabhängig voneinander tätig sind, weil Zeitrahmen und Aufgaben durch den Vorgesetzten festgelegt werden. Andererseits können sie aber auch gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Das heißt, sie sprechen sich untereinander hinsichtlich der Aufgaben ab und treffen gemeinschaftliche Entscheidungen. Üblich sind hier gemeinsame Bürotage, um Planung und Organisation zu erleichtern.

Grundsätzlich kann die Aufteilung der Arbeitszeit ganz unterschiedlich ausfallen. Etwa durch eine Splittung in Früh- und Spätschicht. Auch ist es möglich, dass jeder der Job-Sharer nur jeweils eine halbe Woche volle Schichten arbeitet und sich dann mit dem anderen abwechselt. Denkbar sind ebenso wöchentlich oder monatlich wechselnde Arbeitszeiten. Wünscht der Arbeitgeber eine wochenlange Abwesenheit nicht, bedarf es einer entsprechenden vertraglichen Regelung. Denn beim Jobsharing-Modell verzichtet der Arbeitgeber teilweise auf sein Direktionsrecht bezüglich der Arbeitszeiten.

Individueller Arbeitsvertrag

Beim Jobsharing schließt jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsvertrag. Dort werden Stundenzahl und Gehalt individuell festgelegt. Selbstverständlich hat jeder Job-Sharer Anspruch auf Urlaub. Zwischen den Job-Sharern untereinander bestehen aber keine Rechtsbeziehungen. Das beinhaltet auch, dass ein Partner beim Ausfall des anderen nicht automatisch zur Vertretung verpflichtet ist. Dies ist nur dann der Fall, wenn das im Vertrag geregelt ist. Oder aber, wenn der Job-Sharer im Einzelfall zugestimmt hat, die Vertretung zu übernehmen. Sofern einer der Job-Sharer das Unternehmen verlässt, ist der Arbeitgeber nicht berechtigt, dem anderen deswegen zu kündigen.

Mehr zu den Vor- und Nachteilen von Jobsharing.

Bild: Alexas_Fotos | pixabay.com

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