Arbeitswelt
  • Arbeitswelt der Zukunft

Alles ist digital – die Arbeitswelt der Zukunft

Die Digitalisierung schreitet schnell voran. Heute gibt es für keinen mehr die Möglichkeit, über die Digitalisierung hinwegzusehen, vor allem nicht im Berufsalltag. Das Arbeitsleben der heutigen Zeit wird durch Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung und demografischen Wandel bestimmt. Wird dieser Trend weiterhin anhalten? Wie wird die Arbeitswelt der Zukunft aussehen?

Fünf zentrale Merkmale der Arbeitswelt der Zukunft

Die Frage danach, wie die Arbeitswelt der Zukunft sich entwickeln wird, ist für jeden interessant, es betrifft schließlich unsere Zukunft. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein hat sich im Rahmen eines Forschungsprojekts genau mit diesem Thema auseinandergesetzt. Als Ergebnis des Forschungsprojekts konnten fünf zentrale Merkmale festgelegt werden, welche die Arbeitswelt der Zukunft charakterisieren werden:

  • fortgeschrittene Digitalisierung: alles ist digital
  • Veränderung als bestehende Konstante
  • Arbeitsleben und Privatleben sind miteinander verschmolzen
  • vordergründige Ergebnisorientierung
  • flachere Hierarchien, Selbststeuerung durch Mitarbeiter und Ersatz von Führungskräften

Die Zukunft wird erfolgreich

Erfolg wird in den Fokus rücken, wenn es darum geht, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen wird. Erfolg in Bezug auf Unternehmensziele, aber auch in Bezug auf die Ziele der einzelnen Arbeitnehmer wird in der Arbeitswelt der Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Was nicht neu ist: Erfolg hat seinen Preis. Dem Forschungsprojekt zu Folge wird der Erfolg der Arbeitswelt sich nicht positiv auf die gesamte Lebenssituation der Arbeitnehmer auswirken. Für die Arbeitswelt der Zukunft ist keine höhere Arbeitsmotivation zu erwarten. Auf die Vorstellung, dass es in Zukunft keine persönlichen Büros mehr geben werde, es mehr Freiberufler und Selbständige statt Angestellte geben werde und der Arbeitgeber- bzw. Auftraggeberwechsel häufiger durchgeführt werde, reagierten die Studienteilnehmer mit Missfallen.

Schnelle Veränderungen kommen auf uns zu

In einer weiteren Studie, durchgeführt von der Hans-Böckler-Stiftung, wird deutlich, dass die atypische Beschäftigung bereits jetzt wächst: Minijobs, Teilzeit- und Leiharbeit, Werk- und Zeitverträge. 7,4 Millionen Menschen arbeiteten demnach auf 450-Euro-Basis mit der Aussicht auf mehr. Bereits jetzt habe Deutschland den größten Niedriglohnsektor Westeuropas, 1,2 Millionen Beschäftigte bekämen zusätzlich Hartz IV. Schon jetzt werden eher befristete als unbefristete Verträge ausgegeben. Veränderung steht im Vordergrund, Sicherheit bietet dies allerdings nicht. In der Arbeitswelt der Zukunft könnte die Idee jüngerer Generationen, dass man immer wieder herausgefordert werden will und nach Veränderungen sucht, auch dazu führen, dass die Sicherheit für jeden Einzelnen verloren geht.

Titelbild: fotolia.com; Gorodenkoff

11. Oktober 2018|Arbeitswelt|