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Feedbackkultur: Nicht geschimpft ist Lob genug?

Der Begriff Feedback gehört zur Bürokultur wie Kaffee und Meetings. Allerdings fehlt es in manchen Unternehmen ganz. Frei nach dem Motto: „Nicht geschimpft ist Lob genug“. In anderen Betrieben verwechselt man Feedback gerne mal mit Tadel. Und in manchen Firmen geht man aus dem Feedbackgespräch und ist so schlau wie vorher. Wie es tatsächlich um die Feedbackkultur in deutschen Unternehmen bestellt ist, wollte auch die Personalberatung Von Rundstedt wissen und führte eine Online-Befragung unter 1.000 Berufstätigen durch.

Feedback von Vorgesetzten meist konstruktiv

Dabei zeigte sich deutlich, dass regelmäßige Rückmeldungen durch den Vorgesetzten oft zu selten erfolgen. Das bestätigten ganze 37 Prozent der Befragten. Die gute Nachricht ist: Wenn Arbeitnehmer ein Feedback erhalten, empfinden sie dieses meist als konstruktiv (41 Prozent).

Dennoch wünschen sich viele, mehr gelobt zu werden, weil sie glauben, dass ihre Leistungen dem Vorgesetzten nicht auffallen. Dies betrifft insbesondere die Generation Y mit 48 Prozent, während lediglich 34 Prozent der Beschäftigten zwischen 50- und 69-jährigen der Meinung sind, dass sie zu wenig positives Feedback erhalten.

Unterschiede zwischen den Generationen

Arbeitnehmer dieser Generation sind viel mehr der Auffassung, dass sie viel von ihrem Vorgesetzten gelobt werden, was sich positiv auf die Motivation auswirkt (36 Prozent). Bei der Generation Y bestätigten dies nur 26 Prozent.  Ähnlich groß ist der Unterschied, wenn es darum geht, ob der Vorgesetzte immer nur dieselben Mitarbeiter lobt, bzw. kritisiert: Dies gaben nur 13 Prozent der älteren Beschäftigen an, aber ganze 25 Prozent der Generation Y.

Keine Feedbackkultur bei Führungskräften

Zugleich scheint es auch an der Kritikbereitschaft von Führungskräften zu fehlen: Nur 28 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen sagten, dass ihr Vorgesetzter bei ihnen Feedback zu seinen Leistungen oder seinem Führungsstil einholt.

01.07.2015

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Bild: kev-shine | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

24. Oktober 2016|Arbeitswelt|