Arbeitswelt

Generation Y: Selbstbestimmt mit Early-Burnout

Die Begriffe Burnout und Boreout  sind in der heutigen Zeit immer häufiger zu hören. Warum das so ist? Hierüber diskutieren die Experten. Auch ich bin Teil der Generation Y, eine Generation, die zwischen den Jahren 1981 und 1995 geboren wurde. In unserer Generation sind gerade im Zusammenhang mit dem Job viele Dinge sehr wichtig: Selbstbestimmung, Flexibilität, Herausforderungen, Liebe zum Job und Work-Life-Balance unter Anderem. Allerdings gibt es auch eine andere Seite. Viele junge Menschen verfallen immer früher dem Burnout. Unsere Generation heißt inoffiziell bei vielen Menschen heute die Generation Early-Burnout.

Das Internet als Early-Burnout-Falle

Meine Generation ist mit dem Internet aufgewachsen. Je nach Geburtsjahr gab es anfangs noch lange Einwählphasen in das beliebte World-Wide-Web, doch die meisten von uns wuchsen schon mit schnelleren Verbindungen, Smartphones und einem virtuellen Leben auf. Für den Großteil der Generation Y ist das Internet ein fester Bestandteil des Lebens und gehört daher auch zwangsläufig zum Job dazu. Während ältere Generationen ihre Geschäftsbriefe noch per Hand oder auf der Schreibmaschine schrieben, schicken wir in wenigen Minuten E-Mails durch die halbe Welt. E-Mails verschicken ist auch außerhalb der tatsächlichen Arbeitszeit möglich und genau hier verschwimmen bereits die Grenzen. Wann fängt die Arbeit an und wann hört sie auf? Mails werden mit dem Smartphone gecheckt und schnell beim Frühstücksmüsli beantwortet, Präsentationen können abends im Bett noch einmal Korrektur gelesen und angepasst werden und Meetings werden virtuell geplant, egal zu welcher Tageszeit.

Eine Generation, die sich beweisen will

Die Generation Y legt viel Wert auf Selbstbestimmung und ist stetig auf der Suche. Auf der Suche nach dem perfekten Partner, dem perfekten Job und der perfekten Art und Weise das eigene Leben zu leben. Wer immer auf der Suche ist, der merkt dabei auch schnell, dass es immer etwas Besseres geben könnte. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass jemand nach dem Studium einen Job beginnt, den er dann bis zur Rente behalten wird. Es können sich unterwegs so viele neue Möglichkeiten auftun.  Zudem muss man sich auch gefühlt alle paar Jahre selbst immer wieder neu erfinden. Die oberflächliche Selbstbestimmung ist demnach doch gar nicht so selbstbestimmt. Wir setzen uns selbst unter Druck, sind immer auf der Suche und wollen immer weiterkommen. Dieser Druck, den wir in den meisten Fällen selbst auf uns ausüben, führt immer öfter zu einem Early- Burnout.

Anhaltende Unzufriedenheit macht krank

Durch die vielen Möglichkeiten, die sich in der heutigen Zeit bieten, scheint es schier unmöglich zu sein, irgendwann einfach zufrieden zu sein mit seinem Leben. Die Unzufriedenheit plagt die Generation Y meist unterschwellig. Wer ständig auf der Suche ist, der kommt auch nie wirklich an. Trotzdem spornt man sich selbst zu Höchstleistungen an, so lange, bis der Körper deutlich macht, dass er nicht mehr kann. Dann ist es meist zu spät. Der Early-Burnout hat dich eingeholt und nun sollte spätestens die eigene Lebensweise überdacht werden. Durchatmen, sortieren, die eigenen Ziele hinterfragen und neu aufsetzen. Im Anschluss dann am besten mit neuer Energie und einer besseren Planung in die nächste Phase übergehen. Von nun an sollte es nämlich heißen: ich möchte wirklich selbstbestimmt leben! Wichtig hierbei ist es, zu wissen was man selbst will. Es ist wichtig das eigene Bewusstsein dafür zu stärken, dass man sich selbst nicht kaputt machen muss, um Ziele zu erreichen. Ein Ziel langsam zu erreichen, kann durchaus zufriedenstellend sein!

Titelbild: fotolia.com; detailblick-foto

22. Februar 2018|Arbeitswelt|