Arbeitswelt

Peinliche Situationen bei der Arbeit: 5 Klassiker …

Peinliche Situationen begleiten einen ein Leben lang. Eine erste Hochzeit der Peinlichkeit erreichen wir in der Regel in der Pubertät, wenn man von einer unangenehmen Situation in die nächste zu schliddern scheint und nach jeder einzelnen denkt, das Leben sei vorbei, der Ruf für immer ruiniert. Auch das Erwachsenenleben hält in schöner Regelmäßigkeit unangenehme Situationen bereit.

Im privaten Bereich fällt der Umgang damit vergleichsweise leicht: Da lacht man eben drüber und macht weiter. Anders verhält es sich bei der Arbeit: Hier kollidiert unser Bedürfnis seriös und kompetent zu wirken mit den Folgen einer peinlichen Situation, von der wir glauben, dass sie genau diese Eigenschaften in Frage stellt. Einfach ausgedrückt: Eine an brisanter Stelle gerissene Hose passt eben nicht zum Karriere-Ich.

1. „Fehlgeleitete“ E-Mails

Es gibt vermutlich kaum jemanden, dem so etwas noch nicht passiert ist: E-Mails, die an den besten Kumpel, die Freundin oder den Partner gerichtet waren, landen durch einen falschen Klick beim Chef – oder gleich bei der ganzen Mannschaft.

Richtig peinlich wird es, wenn man sich in versehentlich versendeten Mails über Kollegen oder den Chef auslässt oder aber zu viele private Informationen verbreitet. Auch, wenn die Verlockung (verständlicherweise) groß ist, den Kopf in den Sand zu stecken, sollten die Absender dieser brisanten Mails in jedem Fall das Gespräch suchen. Hier heißt es: Größe zeigen, zu seinen Fehlern stehen und erklären, wie es dazu kam.

2. Lästern über Kollegen oder den Chef

„Hast du gesehen, was die heut wieder anhat?“ und plötzlich steht DIE in der Tür. Lästern gehört zu den schlimmsten Übeln im Arbeitsalltag und kann sehr unangenehm werden, wenn man dabei erwischt wird. Um eine angemessene Entschuldigung unter vier Augen kommt man in solchen Fällen nicht herum – je nach Brisanz des Themas oder des Lästeropfers – sollte mal mehr oder mal weniger Zeit für dieses Gespräch eingeplant werden.

3. Kleidungs-„Unfälle“

Kleidungsstücke sind auch nur Menschen – will sagen: Nicht perfekt und alles andere als gefeit vor Materialermüdung in den aller ungünstigsten Momenten. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass Hose, Rock oder Kleid genau dann reißen, wenn es genügend Zuschauer gibt. Wer in einer solchen Situation über sich selbst lachen kann, zeigt nicht nur Größe, sondern entschärft die Lage ganz entscheidend.

Dies gilt übrigens auch dann, wenn man von der Toilette kommt und nicht bemerkt hat, dass der Rock in der Strumpfhose steckt. Danach gilt es, die betreffende Stelle so gut es geht, zu verdecken, indem man sich zum Beispiel Pulli oder Strickjacke um die Hüfte bindet. Im Anschluss sollte man sich an seinen Vorgesetzten wenden und ihn bitten, zum Umziehen nach Hause fahren zu dürfen.

4. Betriebsfeiern

Betriebsfeiern sind geradezu prädestiniert für Peinlichkeiten. Zu viel Alkohol, aufdringliche Flirtversuche oder dem Chef mal so richtig die Meinung gegeigt – die Liste ließe sich noch ewig fortführen. Der nächste Arbeitstag kann nach einem solchen Event gern mal zum Spießrutenlauf werden.

Doch keine Sorge, wenn es auch nicht schön ist, wissen auch Vorgesetzte und Kollegen dass Betriebsfeiern auch mal ausufern können. Dennoch sollte man sich in jedem Fall am nächsten Tag entschuldigen, wenn man in welcher Form auch immer über die Stränge geschlagen hat – persönlich.

5. Fremdschämen

Und was, wenn anderen Kollegen etwas Peinliches passiert? Er oder sie hat Petersilie zwischen den Zähnen, undefinierbares an der Nase, stolpert über die Teppichkante oder hat vergessen die Toilettentür zu verschließen?

Am besten zeigt man sich in solchen Situationen verständnisvoll, ist dezent behilflich und macht den oder die Kollegin auf einen Fauxpas aufmerksam, ohne daraus ein „großes Ding“ zu machen. Denn Peinlichkeiten zeigen unsere menschliche Seite und bedeuten nicht automatisch, dass man uns in beruflicher Hinsicht nicht mehr ernst nehmen kann.

Siehe auch: Verhalten im Büroalltag: Teil 1 – die Büroküche

Bild: Gustavo Devito | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

 

2017-03-24T13:04:36+00:00 24. Oktober 2016|Arbeitswelt|