Arbeitswelt
  • Arbeitszeitmodelle

Verkürzte Arbeitszeitmodelle – auch im Vertrieb denkbar?

Die Schlagzeilen rund um die Themen Work-Life-Balance, neue Arbeitszeitmodelle und die 4-Tage-Woche häufen sich. Aktuell verbreitet sich dieses Thema wie ein Lauffeuer. In Neuseeland habe ein Unternehmer bereits erfolgreich die 4-Tage-Woche eingeführt. Mitarbeiter würden mehr Freizeit benötigen, um effizient arbeiten zu können. Da stellt sich uns natürlich folgende Frage: kommt ein verkürztes Arbeitszeitmodell auch für den Vertrieb in Frage?

Work-Life-Balance als wichtiges Kriterium

Die Work-Life-Balance ist heute offenbar ein wichtiges Kriterium, wenn es bei der Jobsuche darum geht, sich für oder gegen einen Job zu entscheiden. Auch für langjährige Mitarbeiter in einem Unternehmen gewinnt die Thematik zunehmend an Bedeutung. Warum ist das eigentlich so? Die Lebensmodelle haben sich verändert. Während es in vorangegangenen Genarationen noch normal war, dass ein Ehepartner arbeiten geht und der andere zu Hause bleibt, um sich und Haushalt und Kinder zu kümmern, gibt es heute ganz viele unterschiedliche Modelle. Es ist zunehmend so, dass in Familien beide Elternteile arbeiten, dass Singles mehr verreisen und flexibler sein wollen und dass viele Menschen neben einem Hauptjob gerne noch weitere Projekte bearbeiten. Die unterschiedlichen Lebensmodelle führen dazu, dass auch mehr und mehr flexible Arbeitszeitmodelle gefordert werden.

Verkürzte Arbeitszeitmodelle fördern Effizienz und Motivation

Wer wünscht sich nicht eine verkürzte Arbeitswoche bei gleichem Gehalt und gleichem Urlaub? Die Freizeit ist vielen Angestellten heute immer wichtiger. Doch nicht nur das ist ein Grund, weshalb über die Einführung von flexibleren und kürzeren Arbeitszeitmodellen nachgedacht wird. Unternehmer, die dies bereits ausprobiert oder sogar eingeführt haben, beschreiben die Mitarbeiter als viel motivierter. Die Motivation habe positive Auswirkungen auf die Arbeit in den Unternehmen, denn die Arbeitszeit sei zwar weniger, würde allerdings effizienter genutzt werden. So gab der neuseeländische Unternehmer an, dass in der verkürzten Arbeitswoche sogar mehr geschafft wurde, als sonst in der 40-Stunden-Woche. Dies bedeutet, dass verkürzte Arbeitszeitmodelle nicht nur positive Auswirkungen auf und für die Mitarbeiter haben, sondern auch die Unternehmen davon profitieren!

Weniger Zeit im Vertrieb?

Die Digitalisierung erreicht seit Jahren auch den Vertrieb. Nicht nur das, denn auch die Ideen neuer Generationen schwappen nach und nach auf die Vertriebsbranche über. Demnach sind verkürzte Arbeitszeitmodelle und Work-Life-Balance sicherlich Themen, über die in Vertriebsabteilungen bereits gesprochen oder nachgedacht wurde. Die Frage ist hier natürlich: lassen sich verkürzte Arbeitszeitmodelle auch in Vertriebsabteilungen anwenden? Wenn die Idee irgendwann einmal überall umgesetzt wird, dann mit Sicherheit, denn wenn keiner freitags arbeitet, dann braucht der B2B Vertrieb am Freitag auch nicht als einzige Abteilung im Büro sitzen. Eine generelle Aussage über passende Arbeitszeiten in Vertriebsabteilungen ist allerdings nicht einheitlich zu treffen. Generell sollte es aber möglich sein, auch in spezialisierten Abteilungen Möglichkeiten zu finden, wie die Mitarbeiter durch entsprechend flexible Arbeitszeitmodelle und eine ausgeglichene Work-Life-Balance zufrieden und motiviert sind und dadurch effiziente Arbeit leisten können. Wie das aussehen kann wird uns mit Sicherheit die Zukunft zeigen…

Titelbild: fotolia.com; PhotoSG

26. Juli 2018|Arbeitswelt|