Arbeitswelt

Was mache ich nach dem Abitur?

Für einen Abiturienten sind die Monate April und Mai stressig und nervig. Er muss sich auf schriftliche und mündliche Prüfungen vorbereiten. Wenn er sich nicht schon vorher Gedanken darüber gemacht hat, was er beruflich nach dem Abitur machen möchte, ist dieser gut beraten sich intensiv mit seinen Zukunftsplänen auseinander zu setzen. Nach seinem Schulabschluss, konkret mit dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife, bieten sich ihm verschiedene Möglichkeiten.

Das Abitur dient als Studienberechtigung. Der Schulabgänger kann also studieren und sich mit einem Universitätsabschluss einen akademischen Titel aneignen. Er kann aber auch eine Ausbildung beginnen, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland absolvieren, ein Jahr work and travel in Australien antreten oder mit Aushilfsjob Berufserfahrungen sammeln.

Nicht auf berufliche „Notlösungen“ zurückgreifen

Welchen Karriereweg der Schulabgänger auch gehen wird, hängt von seinen Zukunftsvorstellungen ab. Hat er noch keine Ahnung davon, was er mal machen und wer er sein möchte, gibt es die allseits bekannten guten Ratschläge von Eltern, Freunden und Lehrern. Frau Ute Glaubitz, Berufsberaterin, nimmt in einem Spiegel-Beitrag Stellung zu fünf schlimmen gut gemeinten Ratschlägen. Demnach komme man mit einer Banklehre nicht immer weiter, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland sehe zwar gut im Lebenslauf aus, aber ohne konkrete Berufsvorstellungen sei es danach schwer vorwärts zu kommen.

Bei der Fächerwahl eines Studiums solle nicht nur das Interesse, sondern auch der angestrebten Beruf berücksichtigt werden. Wer das Abitur, sprich die Allgemeine Hochschulreife hat, müsse nicht studieren, sofern sein Berufsziel beispielwsweise auch mit einer Lehre zu verwirklichen sei. Wer sich nicht festlegen könne, solle nicht auf Notlösungen zurückgreifen. Für die Karriereplanung sei es angebracht lieber früher als später Entscheidungen zu treffen und nicht diese zu umgehen, rät Frau Glaubitz.

Ausbildung vs. Studium

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung gibt es 345 anerkannte Ausbildungsberufe in Deutschland (Stand: 1. August 2012). Im dualen System wird dem Lehrling einerseits im Ausbildungsbetrieb praktisches Wissen vermittelt und andererseits lernt er theoretische Grundlagen in der Schule kennen. Daneben gibt es weitere Ausbildungsberufe, die auf vollzeitschulische Ausbildungsgänge an Berufsfachschulen basieren.

Alternativ zum Ausbildung erfasst der Hochschulkompass 7.252 Studiengänge mit einem Bachelorabschluss, die Studienanfängern offen stehen (Stand: 12. April 2013). Studieninteressierte können aus den Fächergruppen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Humanmedizin, Mathematik und Naturwissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften an etwa 350 Hochschulen in 165 Orten ein Studienfach bzw. zwei Studienfächer wählen. Bei all dieser Vielfalt kann dem Abiturienten die Entscheidung sicherlich schwer fallen, welchen Weg er gehen möchte.

Im Artikel „Ausbildung versus Studium“ werden die beiden bekannten Bildungswege gegenüber gestellt. Ein Vergleich von Vor- und Nachteilen kann einem Abiturienten helfen, sich für eine Möglichkeit zu entscheiden.

Berlin, 16.04.2013

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

2016-10-24T13:23:17+00:00 24. Oktober 2016|Arbeitswelt|