Bewerbungstipps

Bewerbung Vertriebsinnendienst: Anschreiben richtig formulieren

Eine Bewerbung ist eine erste Arbeitsprobe. Personaler erhalten einen Eindruck davon, wie gründlich, organisiert und engagiert man an eine Aufgabe herangeht. Während Lebenslauf und Arbeitszeugnisse Auskunft über die fachlichen Qualifikationen geben, ist das Anschreiben dafür da, die Motivation zu verdeutlichen. Im Grunde geht es darum, sich selbst „zu verkaufen“ und das ist im Vertrieb noch wichtiger als in irgendeinem anderen Berufsfeld. Positionen im Vertriebsinnendienst zeichnen sich zudem oftmals durch eine Schnittstellenfunktion aus. Mitarbeiter im Innendienst müssen daher nicht nur verkaufen, sondern auch organisieren können.

Der Einstieg ist wichtig

Im ersten Satz gilt es, Interesse zu wecken, daher sollte man sich nicht mit Floskeln aufhalten, sondern stattdessen gleich mit einem starken Argument beginnen und verdeutlichen, warum man genau der oder die Richtige für die Position ist.

Bezug zum Unternehmen: Motivation formulieren

Für das weitere Vorgehen ist es wichtig, sich das Stellenangebot genau durchzulesen, denn das Anforderungsprofil sowie die Aufgaben verraten, welche Fähigkeiten und Eigenschaften sich das Unternehmen wünscht. Der Bezug zum Unternehmen sollte gleichzeitig die Motivation ausdrücken. Für das Formulieren der Motivation können sich Bewerber beispielsweise an spannenden Aufgaben orientieren, am Geschäftsfeld des Unternehmens oder an speziellen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Beispiele:

  • „Im nächsten Karriereschritt reizt mich das internationale Umfeld Ihres Unternehmens und insbesondere die Möglichkeit, mein fließendes Französisch in Kundengesprächen einsetzen zu können.“

Für das eigene Profil im Anschreiben ist es hilfreich, sich aus dem Aufgabenprofil zwei bis drei Punkte herauszusuchen, bei denen man bereits Erfahrungen sammeln konnte und dies mit Beispielen zu untermauern.

Heißt es bei den Aufgaben etwa: „Erstellen von Statistiken aus dem CRM-System“ könnte der Satz im Anschreiben lauten:

  • „Innerhalb meiner letzten/aktuellen Position erstellte ich Kunden-Statistiken und präsentierte die Ergebnisse regelmäßig bei Vertriebsmeetings, so dass unsere Arbeitsabläufe optimiert werden konnten.“

Im Vertriebsinnendienst beinhalten die Aufgaben oft die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Abteilungen. Auch darauf können Bewerber eingehen, und zwar anhand eines anschaulichen Beispiels:

  • „Nachdem ich erfolgreich die Betreuung des Außendienstes sowie die Abstimmung mit Buchhaltung und Serviceabteilung übernahm, unterstützte ich bald zusätzlich verschiedene Projekte der Marketingabteilung.“

Ein solcher Satz macht deutlich, dass ein Bewerber in der Lage ist, verschiedene Arbeitsabläufe gleichzeitig zu koordinieren, dass er engagiert ist, gut im Team arbeiten und Verantwortung übernehmen kann.

Im besten Fall schaffen es Bewerber, zwischen Unternehmen, eigenem Profil und Motivation eine Brücke zu schlagen, insbesondere Letzteres kann in manchen Fällen ausschlaggebend sein.

Allgemeine Tipps:

  • Das Anschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten
  • Möglichst im Aktiv schreiben statt im Passiv, also nicht: „Mir wurde übertragen“, sondern „Ich übernahm“.
  • Möglichst viele Bezüge zum jeweiligen Unternehmen/der jeweiligen Position und der Motivation herstellen.
  • Nicht zu tief stapeln, aber bei der Wahrheit bleiben!

Das muss drin sein:

  1. Absender
  2. Empfänger
  3. Datum
  4. Betreff (Ihre Anzeige bei salesjob.de)
  5. Richtige Anrede
  6. Einstieg/Bezug zum Unternehmen/Motivation
  7. Infos zum eigenen Profil
  8. Besondere Soft Skills/Kenntnisse
  9. Falls gewünscht: Gehaltswunsch und möglicher Eintritt
  10. Grußformel/Unterschrift

15.05.2014

Bild: geishaboy500| flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

2017-01-10T15:39:28+00:00 24. Oktober 2016|Bewerbungstipps|