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10 Arbeitstypen – erkennst du dich wieder?

Im Zusammenhang mit dem Thema Bewerbung, Job und Anstellung geht es oftmals um die eigenen Stärken und Schwächen. „Was sind Ihre drei Schwächen?“ war lange eine beliebte Frage in Vorstellungsgesprächen. Wer hierauf mit „Schokolade, schnelle Autos und Kaffee!“ geantwortet hat, hatte die Verwirrung des Fragenden auf seiner Seite. Tatsächlich hat sich sicherlich jeder von uns schon einmal mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandergesetzt, oder nicht? In dem größeren Zusammenhang kann anhand der Stärken und Schwächen dann festgestellt werden, welcher Arbeitstyp du bist. Im Folgenden präsentieren wir euch 10 klassische Arbeitstypen – erkennst du dich in einem der beschriebenen Arbeitstypen wieder?

  1. Das Organisationstalent
    To-Do-Listen, Planung und strikte Abläufe sind deine Leidenschaft? Du liebst es, wenn dein Tag von morgens bis abends durchorganisiert ist? Dies trifft vor allem auch auf deinen Arbeitsalltag zu? Dann zählst du zum Arbeitstyp Organisationstalent. Diese Arbeitstypen haben gerne alles unter Kontrolle, lieben die Ordnung und planen ihren Tag gerne durch. Was hierbei schwierig werden könnte? Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Hier sind Organisationstalente oftmals in der eigenen Flexibilität eingeschränkt, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sie geplant hatten.
  2. Der/die Chaotin
    Chaotisch klingt erst einmal unstrukturiert und überfordert, aber bei dem chaotischen Arbeitstyp trifft es oftmals zu, dass dieser sein eigenes Chaos perfekt beherrscht und in seinem eigenen Chaos sogar eine gewisse Struktur vorherrscht. Wer auf andere chaotisch wirkt, der hat im Laufe der Jahre im besten Fall gelernt, das eigene Chaos zu beherrschen. Als Chaot/in lässt du die Dinge gerne auf dich zukommen, planst nicht viel und machst die Sachen, die anfallen und die dir gerade gut von der Hand gehen. Dies fördert die Kreativität und Flexibilität dieser Arbeitstypen. Allerdings kann dadurch natürlich auch mal eine Aufgabe oder ein Ziel aus den Augen verloren werden…
  3. Der/die Anpackerin
    Die Hands-On-Mentalität ist dein Steckenpferd? Dann bist du ein Macher. Du hast ein dynamisches Auftreten und statt zu reden legst du am liebsten direkt los. Planung ist hierbei teilweise nebensächlich für dich. Auch neue Ideen packst du direkt an und legst mit der Umsetzung von Ideen los. Deine dynamische Art kann Kollegen anstecken. Manchmal solltest du jedoch darauf achten, dass manche Themen erst noch einmal überdacht werden sollten, bevor sie direkt angepackt werden. Ein bisschen Planung kann deiner Arbeitsweise demnach an manchen Stellen nicht schaden.
  1. Der/die Skeptiker/in
    Deine Skepsis wird von anderen Menschen oftmals als Pessimismus beschrieben? Du gilst unter deinen Kollegen als Schwarzseher? Deiner Meinung nach ist ein gesundes Maß an Skepsis angebracht, vor allem wenn es innerhalb des Jobs darum geht, neue Wege einzuschlagen, Neuerungen auszuprobieren und neue Ziele zu verfolgen. Bevor du anfängst möchtest du selbst erst alles eruiert haben, um dir sicher sein zu können, dass das geplante Vorhaben erfolgreich sein wird. Diese Ansätze bieten dir persönlich Sicherheit. Als Skeptiker unter den Arbeitstypen hast du vor allem sehr gute analytische Fähigkeiten und beäugst neue Ansätze gerne kritisch. Wichtig ist es hierbei, sich nicht zu lange mit möglichen Problemquellen aufzuhalten und nicht unendlich lange über kleine Neuerungen nachzudenken. Manchmal ist die zeitnahe Umsetzung von Aufgaben doch sinnvoller, als das lange Überdenken. Probieren geht schließlich über studieren, oder?
  2. Der/die Perfektionist/in
    Genauigkeit und Sorgfalt gehört zu deinen Leidenschaften? Als Perfektionist/in gehörst du zu den Arbeitstypen, die Aufgaben überdurchschnittlich gut erfüllen können. Zufriedenheit reicht hier nicht. Die Ergebnisse, die du lieferst, müssen perfekt sein. Dies ist dein eigener Anspruch. Hier gilt es zu beachten, dass die Gefahr besteht, mit einem guten Ergebnis nicht zufrieden zu sein. Dies kann sich langfristig negativ auf die eigene Stimmung und auch auf die Motivation auswirken.
  3. Der/die Trödlerin
    „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ gehört für dich als Trödler/in nicht zu den Lieblingssprichwörtern. Du machst das, wonach dir gerade ist. Aufgaben, auf die du aktuell keine Lust hast, lässt du lieber etwas länger liegen. Dies führt häufig dazu, dass du bei Deadlines kurz vor Schluss unter Druck gerätst. Meistens jedoch arbeiten entsprechende Arbeitstypen in der Phase kurz vor Ende der Deadline am effektivsten. Viele Trödler/innen scheinen den Druck zu brauchen. Die Gefahr hierbei ist, dass am Ende die eine oder andere Deadline doch nicht eingehalten werden kann.
  4. Der/die Sensible
    Der/die Sensible ist mit einem empfindlichen Gemüt ausgestattet. Dies bezieht sich sowohl auf die Arbeit direkt, aber auch auf das Büro, also das Umfeld. Hier müssen Kollegen besonders rücksichtsvoll sein. Du bist an manchen Tagen besonders empfindlich und emotional, sodass ein Gespräch am Nachbartisch schon auf die Palme bringen kann? Du arbeitest gerne in einer ruhigen Umgebung? Konzentrieren kannst du dich nur, wenn um dich rum wenig Bewegung und vor allem Ruhe herrscht. Auf Kritik reagierst du oftmals sehr emotional? Hier würde es nicht schaden, wenn du dir ein dickeres Fell aneignest, um auch als sensibler Arbeitstyp in der Arbeitswelt bestehen können. Emotionalität kann auch gut in Authentizität umgewandelt werden, schon einmal darüber nachgedacht?
  5. Der/die Unsichere
    Du brauchst Bestätigung, auch wenn es um die Erledigungen der Aufgaben geht, die du eigentlich im Schlaf beherrscht. Ein wenig Selbstsicherheit würde dir sicherlich gut tun! Wenn du zu den unsicheren Arbeitstypen gehörst, dann hast du es sicherlich nicht leicht. Die Frage, die sich hier stellt ist, wo diese Unsicherheit herkommt? Wenn du im Job ernst genommen willst, dann gilt es, diese Unsicherheit zu überwinden.
  6. Der/die Hochstapler/in
    Du kannst alles, nimmst jede Herausforderung an und prahlst gerne mit deinem Können? Das Haupttalent des/der Hochstaplers/Hochstaplerin ist es, alles ausufernd zu erklären. Am Ende können Zuhörer nicht mehr folgen oder geben auf und nehmen es hin. Du hast zwar nicht für jede Aufgabe tatsächlich besonderes Talent, aber du bist gut darin, zumindest so zu tun als ob. So lange du es erklären kannst, so lange fliegst du nicht auf. Schwierig könnte es allerdings dann werden, wenn du doch irgendwann einmal auffliegst. Warum also nicht einfach auf ein paar Aufgaben beschränken, diese tatsächlich gut machen und damit begeistern? Heutzutage muss nicht jeder alles perfekt können.
  7. Der/die Wehleidige
    Deine Gesundheit ist dir sehr wichtig? Du bist übersensibel, was deine eigene Gesundheit betrifft. Von Kollegen wirst du als besonders wehleidig wahrgenommen. Statt dich auf die Arbeit zu konzentrieren, redest du an manchen Tagen lieber über ein Wehwehchen hier und da. Kollegen haben das Gefühl, dich aufgrund deines schwachen Immunsystems mit Samthandschuhen anpacken zu müssen. Vielleicht solltest du die Hingabe, die du deinen Wehwehchen widmest, lieber für Aufgaben im Job nutzen. Wäre das nicht vielleicht sogar eine tolle Ablenkung?

Ein Mix aus mehreren Arbeitstypen

Natürlich entsprechen die Arbeitstypen nicht immer komplett der angegebenen Beschreibung. Oftmals kann man sich auch nicht nur einer Kategorie zuordnen, sondern würde sich selbst als Mischform entsprechender Arbeitstypen bezeichnen. Jeder dieser Arbeitstypen hat natürlich seine Vorzüge, aber auch seine Nachteile. Wenn man sich selbst einordnen kann, dann kann man immerhin deutlich machen, warum man wie handelt. Durch offene Kommunikation schafft man hier vielleicht auch mehr Verständnis bei den Kollegen . Wer seine Kollegen richtig einzuschätzen weiß, kann am Ende von den Stärken der unterschiedlichen Arbeitstypen profitieren. Zusammengenommen könnten die Arbeitstypen dann, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, dafür sorgen, dass man als Team eine gute Leistung erbringt.

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