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Dumping

Beim Dumping bieten Unternehmen Waren zu Niedrigstpreisen/ Dumpingpreisen an, um die Konkurrenz vom Markt zu verdrängen. Finanziert werden die Dumpingangebote durch überhöhte inländische Preise. Dadurch ergibt sich die Gefahr des Wiederimports der günstigen Güter in den Inlandsmarkt. Dumping ist nach den Regeln der WTO verboten.

Dumping: Konkurrenz verdrängen?

Meist wird Dumping von Firmen angewandt, um dauerhaft positive Verkaufseffekte zu erzielen, auch wenn kurzfristig ein wirtschaftlicher Verlust zu befürchten ist. Ziel von Dumping kann es sein, überhaupt in den Markt einzutreten, oder auch den Anteil der Konkurrenzprodukte am Markt zu verringern. Wenn die Konkurrenz und ihre Produkte durch Dumping ganz vom Markt gedrängt werden sollen, so soll ein Monopol aufgebaut werden. Insbesondere im Dienstleistungsbereich kann das Ziel von Dumping aber auch darin liegen, überhaupt erst einmal das Geschäft mit einem bestimmten Kunden anzubahnen, um dann in der Folge zu regulären Preisen überzugehen.

Ob Dumping sein Ziel erreicht, hängt von vielen Faktoren ab. Das Verhalten der Käufer, aber auch die Marktentwicklung und Marktflexibilität sind hier von entscheidender Bedeutung. Je entwickelter und offener ein Markt auch für nicht-monopolistische Anbieter ist, desto geringere Chancen bestehen für die längerfristigen Ziele von Dumping.

Lohndumping: Definition

Weitere Anwendungen findet Dumping in den abgeleiteten Begriffen Sozial- und Lohndumping. Hier versuchen Unternehmen durch niedrigste Sozialstandards und Löhne dicht am Existenzminimum ihre eigenen Produktionskosten auf Kosten der Angestellten zu verringern.

Bild: Stephanie Hofschlaeger | pixelio.de

2017-01-10T15:40:23+00:00 24. Oktober 2016|saleslexikon|