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Job-Sharing

Job-Sharing bedeutet, dass sich zwei oder mehr Arbeitnehmer, bei entsprechendem Lohnverzicht, einen Arbeitsplatz teilen. Job-Sharing ist eine moderne Form der Teilzeitarbeit.

Wie Job-Sharing funktioniert

Im Allgemeinen legen die betreffenden Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten beim Job-Sharing selbständig fest und erledigen die anfallenden Arbeiten in ihrem Zeitabschnitt in eigener Verantwortung. Dabei kann die Arbeitszeit auf unterschiedliche Arten zwischen den Job-Sharern aufgeteilt werden.

Die Arbeitszeit kann in eine Früh- und in eine Spätschicht gesplittet werden, auch ist es möglich, dass jeder der Job-Sharer nur jeweils eine halbe Woche volle Schichten arbeitet und sich dann mit dem anderen abwechselt. Seltener, aber auch praktiziert, werden wöchentlich oder monatlich wechselnde Arbeitszeiten. Wichtig ist bei all diesen Modellen, dass die Arbeitszeitplanung rechtzeitig mit dem Arbeitgeber abgesprochen wird.

Job-Sharing: Bedinungen können individuell vereinbart werden

Beim Job-Sharing schließt jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsvertrag. Unter den Job-Sharern auf demselben Arbeitsplatz bestehen keine Rechtsbeziehungen! Das beinhaltet auch, dass der eine Partner beim Ausfall des anderen nicht zur Vertretung verpflichtet ist. Natürlich können für einen Einzelfall jederzeit gesonderte Vereinbarungen getroffen werden, wobei aber Vorabvereinbarungen als unwirksam gelten.

Ausnahmen können auch hier nur wirksam werden, wenn es dringende betriebliche Erfordernisse dafür gibt. Falls sich die Job-Sharer nicht selbständig über ihre jeweiligen Arbeitszeiten einigen können, so ist es dem Arbeitgeber gestattet, den Arbeitszeitplan festzulegen.

Selbstverständlich hat jeder Job-Sharer Anspruch auf Urlaub, der sich im selben Verhältnis zum Gesamturlaub berechnet, wie die jeweilige Arbeitszeit zur Gesamtarbeitszeit.

Bild: tableatny | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

2017-01-10T15:40:32+00:00 24. Oktober 2016|saleslexikon|