Vertriebstrends

Neu: Unternehmensseiten bei Google+

Lange erwartet, jetzt endlich da. Seit dem 7. November können Unternehmen auch im sozialen Netzwerk von Google ihre eigenen Unternehmensprofile anlegen und pflegen. Und viele Unternehmen haben sofort von der neuen Möglichkeit Gebrauch gemacht. Allerdings ließ sich zunächst auch das gleich bleibende Phänomen wahrnehmen, dass es vor allem darum geht vom ersten Moment an Präsenz zu zeigen, denn rein inhaltlich bewegte sich zunächst sehr wenig auf den einzelnen Profilen.

Der Inhalt entscheidet – Kommunikation und Information

Wie bei allen anderen sozialen Netzwerken wird auch bei Google+ das eigentliche Potenzial erst durch eine geeignete strategische Ausrichtung ausgeschöpft. Neben dem Kommunikationsangebot, das Unternehmen ihren Kunden und Interessenten mit einer Plattform in den sozialen Netzwerken bietet, geht es um das Informationsangebot, das man zur Verfügung stellt. Und dabei geht es vor allem um eine Themenauswahl, die sich an der jeweiligen Zielgruppe orientiert. Das Prinzip ist unabhängig vom gewählten Netzwerk jedes Mal dasselbe: Erfolgreich ist nur, wer nicht sinnlos viele Fans oder Follower um sich scharrt, sondern wer zielgruppengerecht arbeitet und diejenigen um sich kreist, die ein wirkliches Interesse am Informationsangebot haben.

Nachhaltigkeit als Erfolgsschlüssel – auch in sozialen Netzwerken

Für den Vertrieb nichts Neues, denn wer nur auf das Einzelgeschäft abzielt und seine Bestandskunden stiefmütterlich behandelt kann auf Dauer kaum erfolgreich arbeiten. Deshalb sollte auch das Informationsangebot dazu einladen, die Seite konkret zu verfolgen oder zumindest auf der Suche nach Neuigkeiten von Zeit zu Zeit wieder zu besuchen. Außerdem besteht grundsätzlich auch das Risiko, dass sich verprellte Kunden nicht nur heimlich abmelden, sondern sich ganz im Gegenteil die neuen Kommunikationsmöglichkeiten zu Eigen machen und ordentlich Dampf ablassen. Und das derart ausgelöste massive Unmutsäußerungen eine wesentlich stärkere Eigendynamik an den Tag legen, als die meisten themenbezogenen Diskussionsangebote, hat man zuletzt an zahlreichen Beispielen gesehen.

Redundanz von Inhalten – begrenzte Möglichkeiten zum Start

Ein zusätzlich immer wieder auftauchendes Thema ist die Duplizität der Inhalte. Zuletzt aufgrund der Verknüpfungsmöglichkeit von Twitter und Facebook viel diskutiert, taucht es mit der Hinzunahme von Google+ ins Kommunikationsportfolio auch an dieser Stelle erneut auf. Auch zeigten sich einige der Nutzer enttäuscht, da die neuen Unternehmensseiten einige nützliche Funktionen vermissen lassen. Am gravierensten dabei: Die Verwendung von Kurz-URLs mit dem Unternehmensnamen ist bisher nicht möglich. Doch Google hat bereits hierauf reagiert und zumindest die Weiterentwicklung des Dienstes in Aussicht gestellt.

Vertriebsmöglichkeiten von Google+

Ähnlich wie die anderen sozialen Netzwerke bietet auch Google+ dem Vertrieb eine Vielzahl von Möglichkeiten. Das Informationsangebot und die Möglichkeiten interessante Inhalte zu bewerten und zu teilen sorgen für eine weitere Verbreitung der Marke und somit einer Erhöhung des Bekanntheitsgrads. Darüber hinaus bietet Google+ jedem Unternehmen eine weitere Möglichkeit mit den Kunden direkt in Kontakt zu treten. Das kann zum Beispiel bei Unternehmensentscheidungen, in der Diskussion um spezifische Themen, aber auch bei der Akquisition von Neukunden hilfreich sein. Erfreulich ist dabei, dass Google+ auf das Interesse der Nutzer am Unternehmen Rücksicht nimmt. So können Unternehmen nur diejenigen Benutzer zu ihren Kreisen hinzufügen, die ihrerseits vorher bereits das Unternehmen hinzugefügt haben. So wird von vornherein unterbunden, dass zwielichtige Firmen wahllos Nutzer hinzufügen und diese anschließend mit Werbung und Spam zumüllen.

Wie sich Google+ gerade bei Unternehmen im Wettbewerb zu Facebook oder Twitter behauptet, wird man schon in Kürze sehen können. Die erste Resonanz zeigt jedenfalls das hohe Interesse, andererseits aber auch die hohen Erwartungen. Noch hat Facebook zum Beispiel durch die Möglichkeiten der Integration von Onlineshops die Nase vorn. Jetzt gibt es jedenfalls eine weitere Alternative im Online-Vertrieb und es ist jetzt an Google den Unternehmen geeignete Infrastrukturen zu bieten, damit diese das vorhandene Potenzial ausnutzen können.

salesjob auf Google+

Bild: Google

2016-10-24T13:09:34+00:00 24. Oktober 2016|Vertriebstrends|