Die Suche nach der perfekten Bewerbung [Teil 7]

22.05.2007

Das Anschreiben...eine Herausforderung? Eine Quälerei - für manche mindestens!

Leicht ist es zu beschreiben, was ein Anschreiben zum Misserfolg macht. Alle Fehler zu vermeiden bringt dann den Erfolg? Wenn Sie in einschlägigen Ratgebern und Foren die Diskussionen und Kommentare lesen zu Länge, Aufbau, Wichtigkeit von Einleitungssätzen, zu bestimmten Formulierungen solch eines Briefes, dann werden Sie feststellen: Man kann viel falsch, aber fast nichts richtig machen! Jedenfalls nicht so richtig, dass es in den Augen aller Leser gut ist. Die gute Nachricht zu dieser Aussage? Allen muss es nicht gefallen, nur einem, nämlich dem, der Sie zum Vorstellungsgespräch einlädt und letztendlich auch den Arbeitsvertrag anbietet. Also: no risk, no fun!

Gut, ein paar Hinweise, wie ein Anschreiben zu einem guten Anschreiben wird, gibt es schon. So einfach wie schwer: es soll dem Empfänger nachvollziehbare Gründe nennen, warum es sich lohnt, gerade Sie zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

Welche Gründe das sein können? Ihnen fällt nichts dazu ein? Und woher Sie die notwendigen Informationen bekommen, was das Unternehmen überhaupt will?

Ganz unoriginell, und dennoch versäumen genau das viele Bewerber: Lesen Sie die Stellenanzeige ... ganz (!!), und nicht nur den Jobtitel. Lesen Sie auch, was das Unternehmen über sich mitteilt, wie es sich positioniert, wie der Stil seiner Außendarstellung ist, und lesen Sie bitte genau! Sie dürfen auch durchaus die Website des Unternehmens anklicken! Wenn Sie dann die Schlüsselwörter der Anzeige auflisten und Punkt für Punkt zu jeder Aussage den eigenen Bezug, die eigenen Erfahrungen gegenüber stellen, dann dürften Sie genügend Inhalte finden, mit denen Sie argumentieren können. Spätestens bei einem solchen Vorgehen merken Sie, ob eine Bewerbung überhaupt Sinn macht oder nicht. Wenn Ihnen bei etwa der Hälfte der Begriffe nichts anderes einfällt als "Hört sich interessant an!" ...lassen Sie es! Sie vergeuden nur Zeit, die des Empfängers und die Ihre!

Aber nehmen wir einmal an, es sei anders. Sie finden in einer Reihe von Punkten hohe Übereinstimmung zwischen dem, was gesucht wird und dem, was Sie mitbringen. Bei anderen Begriffen können Sie immerhin eine stabile Brücke schlagen zwischen Anforderungen und Erfahrungen. Mitteilenswerter Stoff, um mindestens eine Seite zu füllen.

Der Rest ist einfach! Relativ einfach jedenfalls. Sie überprüfen, ob Ihr Lebenslauf die Anforderungen aus der Anzeige widerspiegelt und ergänzen gegebenenfalls die fehlenden Punkte. Die Aussagen und Argumente, die sich besser in Textform darstellen lassen, verarbeiten Sie in Ihrem Anschreiben. Seien Sie dabei konkret, beschreiben Sie lieber Situationen und Aufgaben, bei deren Erfüllung Sie bestimmte Eigenschaften gebraucht haben, als dass Sie die geforderten Softskills einfach als vorhanden aufzählen. Wenn Sie die Bestandsaufnahme Ihrer beruflichen Entwicklung sorgfältig gemacht haben (Wir sprachen beim Thema Lebenslauferstellung darüber, Sie erinnern sich?), dann haben Sie Beispiele in Hülle und Fülle.

Freilich, wenn Sie so Bewerbungen schreiben, dann haben Sie nicht ein Anschreiben für alle (Bewerbungs-)Fälle. Sie müssen bei jeder Anzeige wieder von neuem ran. Aber ich kann Ihnen eines versprechen: Mit der Zeit wird es einfacher!

Ihre Sabine Kanzler

 

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