Wie Sie bei sich und anderen Menschen hilfreiche Zustände erzeugen [Teil 1]

30.11.2009

"Babyboom nach der Fußball-Weltmeisterschaft - Euphorie schlug sich auf Liebesleben nieder". So titelten die Zeitungen knapp neun Monate nach dem Fußballfest, dessen Folgen sich dann ganz unmittelbar in Deutschlands Kreißsälen zeigten. Mediziner bringen die Sache auf den Punkt: Die Einstellung des eigenen Körpers und die Rolle der Hormone werden oft unterschätzt. Wer eine positive Grundstimmung hat, wird auch einfacher schwanger.
Nun fragen Sie sicher: "Was bedeutet das für uns, für Vertriebsabteilung, Vertriebsleiter und Mitarbeiter?"

Fördernde und hindernde Zustände
Es gibt Zustände und Befindlichkeiten, die uns beflügeln, etwa Erfolg, Freude, Begeisterung, Liebe, Vertrauen, Sicherheit. Und es gibt Zustände, die uns lähmen: Frust, Angst, Trauer, Unsicherheit und Ärger. Und so sind diese Zustände manchmal nützlich für die Zielerreichung, manchmal hinderlich. Wem es gelingt, sich persönlich in einen guten Zustand zu versetzen, hat gute Aussichten, sich in eine Positivspirale einzuklinken. Sie gehen Ihre Aufgaben in der festen Überzeugung an, "es" zu schaffen und Ihre Ziele zu erreichen.

Wer sich selbst in einem guten Zustand befindet, verfügt über die richtige Ausstrahlung, um das gleiche bei anderen zu bewirken: bei Mitmenschen, bei Kunden, bei Mitarbeitern. Die hohe Kunst im Umgang mit Menschen besteht darin, andere in einen guten Zustand zu versetzen. Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang ein Zitat: "Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz" - dieser drastische Ausspruch wird dem Reformator Martin Luther zugeschrieben.

Den eigenen Zustand und den anderer Menschen ins Positive zu verändern: Wie geht das? Grundsätzlich stehen uns zwei Wege offen: Wir beeinflussen unseren Zustand über den physiologischen Aspekt - dazu gebe ich Ihnen das Beispiel "Körperhaltung". Stellen Sie sich vor, Sie sind "nicht gut drauf". Dies drückt sich in Ihrer Körpersprache aus: heruntergezogene Mundwinkel, hängende Schultern, schlurfender Gang.

Aber was passiert mit Ihrem Zustand, wenn Sie Ihre Körperhaltung verändern? Wenn Sie Ihren Kopf in die Höhe, die Schultern nach hinten und dabei die Brust heraus strecken? Stehen Sie auf und bringen Sie Ihren Körper in Schwung, indem Sie mit erhobenem Kopf durch den Raum gehen. Können Sie sich vorstellen, dass eine Änderung in Ihrer Körperhaltung Ihre Gefühle und somit Ihren momentanen Zustand ändert? Probieren Sie es aus, es funktioniert so gut wie immer.

Beeinflussen Sie Ihr Denken
Der zweite Weg zu einem hilfreichen Zustand führt über die mentale Beeinflussung. Einen ressourcevollen Zustand erreichen Sie, indem Sie Ihr Denken beeinflussen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel aus meinem eigenen Erfahrungsschatz: Ich befand mich auf dem Weg zu einem äußerst wichtigen Kunden. Das Problem: Ich hatte am Vorabend zu exzessiv Sport getrieben. In der Nacht "bebte" mein Körper nach, und so tat ich kaum ein Auge zu. Kein Wunder also, dass ich morgens unausgeschlafen war. Mein körperlicher Zustand blieb nicht unbemerkt, und so überfiel mich eine pessimistische Grundstimmung: Wie nur sollte ich die schwierige Präsentation erfolgreich überstehen?

Ich sah mich schon vor den Vertriebsleitern sehen: stotternd, schlotternd. Wie in einem solchen Zustand andere überzeugen? Das kann nichts geben, wo doch die Zeiten sowieso schwer sind und die Leute in ihrer Geiz-ist-geil-Stimmung jeden Cent dreimal umdrehen ...

Sie sehen: Ich stand kurz davor, mich in die Negativspirale einzuklinken, in der die sich selbst erfüllende Prophezeiung ihr Unwesen treibt. Also kurz vor dem Ziel rechts rangefahren und erst einmal den Körper in Schwung gebracht.

Sie kennen wahrscheinlich die Technik des Reframing, die darin besteht, den Betrachtungsrahmen und die Perspektive zu erweitern oder zu verändern. Ich versuchte zusätzlich, die Situation in einen anderen Rahmen zu stellen, und zwar in einen positiven: "Keinen Auftrag hast Du schon", sagte ich mir. Ich machte mir klar, dass ich optimal vorbereitet war und nichts zu verlieren hatte. Wenn es nicht funktionieren würde: selbst schuld - ich übernehme die Verantwortung für die Pleite. Und wenn ich die Verantwortung für meinen Zustand und die Folgen übernehme, kann ich aktiv etwas an ihm ändern.

Ihr
Theobald Humbert
humbert.intem.de

Lesen Sie auch die Fortsetzung!

 

Empfehlen

 
später lesen
 

top jobs

Alle ansehen

Autor

Unsere Autoren

 
 
 

Pfadnavigation

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. » Vertriebsinfo
  3. » Magazin
  4. » Blogs
  5. » Vertriebstipps
  6. » Blogbeiträge von Theobald Humbert
  7. » hilfreiche Zustände erzeugen [Teil 1]
 

Impressum | Datenschutz | © salesjob