Ich bin total verliebt

Verliebt sein, ist das nicht ein tolles Gefühl. Schmetterlinge im Bauch und alles fühlt sich so leicht an. Wer verliebt ist, nimmt vieles leichter und ist scheinbar blind für Probleme. Durch die rosarote Brille sieht alles so herrlich aus.
Wenn alles im Leben so leicht wäre wie für Verliebte, es wäre doch einfach nur traumhaft. Und tatsächlich lässt sich die Erfahrung des Verliebtseins auch auf andere Bereiche im Leben anwenden.

Was können Verkäufer von Verliebten lernen?

Wenn auch ein Verkäufer sein Produkt nicht unbedingt heiraten wird, es sei denn er ist vielleicht Vermittler in einer Modelagentur, so wäre eine gewisse Beziehung zu seinem Produkt auf jeden Fall von Vorteil. Und zwar sollte es unbedingt eine positive Beziehung sein. Ein Produkt zu verkaufen, das man nicht mag, vielleicht auch hasst und niemals selbst kaufen würde, lässt sich wahrscheinlich schwer an andere verkaufen.

"Zweckbeziehungen" sind kontraproduktiv

Mit einem Menschen zusammen zu sein, den man nicht mag ist genauso schwer vorstellbar. Eine so genante Zweckbeziehung führt nicht zum Glück in einer Partnerschaft. Wenn ich mich dazu zwingen muss einen anderen zu lieben, wird das Ganze wohl nicht lange halten. Genauso schwierig ist es ein Produkt begeistert anzubieten, von dem ich nicht überzeugt sein kann. Ein Produkt toll zu finden, nur weil ich es ja jetzt verkaufen muss und ich schließlich Geld damit verdienen möchte oder vielleicht muss, kann nicht zum Erfolg führen.

Liebe auf den ersten Blick?

Es gibt sie ja vielleicht, die sogenannte Liebe auf den ersten Blick, aber in Wahrheit braucht es meist eine Weile bis zwei Menschen sich soweit kennengelernt haben, dass sie einander schätzen und lieben. Die Liebe wächst meist aus einem zarten Pflänzchen und wird immer stärker und größer.
Hat ein Verkäufer das richtige Produkt für sich entdeckt, gilt es also das Produkt näher kennenzulernen. Wer die Vorzüge seines Produktes gut kennt, kann es natürlich vielmehr lieben und andere damit anstecken. Ein Verkäufer der sein Produkt liebt, ist bestimmt auch nicht eifersüchtig wenn sich seine Kunden ebenfalls in das Produkt verlieben. Dass Verkäufer sich möglichst viele Liebhaber für ihr Produkt wünschen und es sogar aktiv bewerben, ist wohl auch ein Unterschied zu Liebesbeziehungen unter Menschen.

Wie entsteht diese Magie des Verliebtseins

Verliebte sind keinesfalls unrealistisch. Sie sehen das die Realität nie perfekt ist und kümmern sich deshalb weniger um all die kleinen Ecken und Kanten und Macken des Anderen. Wer also verliebt in sein Produkt ist, weiß natürlich auch, dass kein Produkt perfekt ist. Vielleicht hat auch die liebe Konkurrenz ganz brauchbare Produkte. Trotzdem ist für einen Verkäufer sein Produkt das Schönste und das Beste.
Liebe macht nicht blind, sie macht nur alle Macken winzig klein oder zumindest kleiner als sie sein müssen. Ein weniger guter Verkäufer regt sich vielleicht so sehr über das „Muttermal“ seines Produktes auf, dass er all die schönen Seiten nicht erkennt.
Begeisterung für das eigene Produkt entsteht also dadurch, dass der Verkäufer alle Nachteile, ob eingebildet oder real, auf ein Minimum schrumpfen lässt. Er sieht sein Produkt sozusagen durch die rosarote Brille.
Verliebte zeigen sich übrigens auch gern von ihrer Schokoladenseite. Betrachten Sie also immer die Schokoladenseiten Ihres Produktes.
Als guter Verkäufer zeigen Sie sich natürlich auch von Ihrer besten Seite. Natürlich ist das manchmal nicht ganz ohne Anstrengung möglich. Verkaufen ist schließlich Arbeit, aber eine die sich lohnt. Lassen Sie es nicht bei einem Versuch. Strengen Sie sich an, andere von Ihrem Produkt zu überzeugen.

Wenn das Verliebtsein nachlässt

Ja, selbst in den besten Familien kommt es vor, dass die Begeisterung und die Liebe nachlässt. Was dann?
Manchmal löst es schon etwas in uns aus, wenn wir an den Anfang unserer „Liebesbeziehung“ denken. War es nicht schön? Natürlich, und das kann es auch wieder werden. Die Gründe für die erste Liebe sind immer noch da. Unser Produkt ist immer noch „schön“, das Produkt kann immer noch das gleiche, wir haben immer noch die Fähigkeit uns für das Produkt ins Zeug zu legen.
In einer Beziehung entdeckt man manchmal auch nach Jahren ganz neue Seiten beim Partner. Und schon ist es wieder da, dieses Kribbeln. Versuchen Sie doch mal ganz neue Seiten an Ihrem Produkt zu finden. Vielleicht gibt es andere Märkte in die Sie vorstoßen können. Vielleicht gibt es neue Anwendungsgebiete für Ihr Produkt.
Eine weitere Möglichkeit das Feuer neu zu entfachen ist eine „Schönheitsoperation“. Feilen Sie doch mal an der Präsentation und an der Werbung für Ihr Produkt. Geben Sie dem ganzen einen neuen Look oder eine neue Verpackung.

Kommen Sie ins Schwärmen

Wissen Sie eigentlich was Sie für ein tolles Produkt verkaufen dürfen? Wissen Sie eigentlich was Sie für ein Glück haben mit Ihrem „Partner“?
Machen Sie sich doch mal so richtig bewusst, was Sie für ein tolles Produkt haben. Schreiben Sie sich eine Liste mit Ihren Produktvorteilen. Machen Sie sich Gedanken darüber wie wunderbar Ihr Produkt die Probleme Ihrer Kunden löst. Wenn Sie so richtig in Ihr Produkt verliebt sind, sollte Ihnen da eine ganze Menge einfallen.
Sie sollten Ihr Produkt auf jeden Fall auch so sehr lieben, dass Sie es selbst benutzen, soweit es geht. Wenn Sie ein männlicher Verkäufer für Damenunterwäsche sind, wäre das vielleicht etwas unpassend.
Schwärmen Sie so oft es geht, das lässt Sie sicherer werden in der Argumentation und stärkt ihr Vertrauen in das Produkt. Infizieren Sie andere mit Ihrer Liebe zum Produkt.
Verliebte tragen häufig ein Bild ihrer Angebeteten oder ihres Angebeteten mit sich. Topverkäufer haben sozusagen auch immer ein „Bild“ dabei von ihrem Produkt.
Das könnte ein Prospekt, eine Werbung, eine Visitenkarte oder ein Muster sein. Zu jeder Gelegenheit können sie dann ins Schwärmen kommen und zeigen, wie verliebt sind.
Herzlichst Ihr Verkaufsspaßtrainer
Tobias Ain

 

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