Bekleidung im Job
 

Die beste Kleidung für den Job

Mit Augenmaß geschneidert

Das Thema Kleiderordnung kommt nicht aus der Mode. Im Wesentlichen gibt es dabei zwei unterschiedliche Positionen festzuhalten, von denen die eine Leistung vor Bekleidung stellt. Nach dieser Theorie ist es Ihrem Kunden relativ egal, was sie am Leib tragen, so lange ihre Leistung bzw die Leistung ihres Unternehmens stimmt. Der kürzlich verstorbene Steve Jobs war zum Beispiel bekannt für seine Präsentationen und Auftritte in Jeans, schwarzem Rollkragenpullover und Turnschuhen. Und das als Geschäftsführer einer der wertvollsten Firmen der ganzen Welt.

Die andere, den meisten Vertrieblern vermutlich bekanntere Variante geht davon aus, dass der erste Eindruck des Kunden auch der Grundstein für den Erfolg und maßgeblich für ein späteres Urteil ist. Eine Krawatte sieht man auf den ersten Blick, Kompetenz leider nicht. Und gerade im Kundenverkehr wird der erste Eindruck in der Regel vom Auge getroffen, noch bevor das Ohr den ersten Ton überhaupt zu hören bekommt.

Welche Kleidung die passende ist, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen, muss den Umständen entsprechend angepasst werden. Im Bankengeschäftsbereich sind wir zum Beispiel gewöhnt, dass uns Berater mit Anzug und Krawatte gegenüber treten. Das vermittelt vor allem die im Umgang mit Geldgeschäften notwendige Seriosität. Im Industriegüterbereich können, je nach Hierarchieebene auf der das Gespräch stattfindet, aber durchaus auch dunkle Jeans und ein Sakko vollkommen ausreichen.

Im Grundsatz gilt:

  1. große Abweichungen in Stil und Qualität der Kleidung zwischen Verkäufer und Kunde führen zu Spannungen und Störungen
  2. Kunden fassen eher Vertrauen, wenn der Gesprächspartner von der Kleidung ihren Erwartungen entspricht
  3. Kleidung ist ein Statussymbol: je größere die Ähnlichkeit in der Kleidung ist, desto eher empfindet der Kunde sich in seinen eigenen Werten bestätigt
  4. je auffallender, farbenfroher, ungewöhnlicher die Kleidung und die gesamt äußere Erscheinung des Verkäufer ist, desto mehr Misstrauen erzeugt er beim Kunden
  5. klassische und wertvolle Materialien stehen für Status und Reichtum und erhöhen die Dominanz der Person des Verkäufers, was bei Unverhältnismäßigkeiten leicht zu negativen Gefühlen beim Kunden führen kann

Der Ingenieurtrainer Ottmar Obenhin empfiehlt als generelle Grundregel im Verkauf:
„Kleiden Sie sich im Vertrieb und Verkauf immer ein wenig besser als Ihr Kunde.“

D. h. trägt Ihr Kunde

  • einen Blaumann, dann tragen Sie eine gepflegte Jeans und ein Marken-T-Shirt
  • eine Jeans, dann tragen Sie eine Jeans und ein sauberes Hemd
  • eine Jeans mit Hemd, sollten Sie zusätzlich eine Krawatte tragen
  • einen Anzug mit Krawatte, dann tragen Sie das auch
  • einen Marken-Anzug, tragen Sie das auch
  • einen Maßanzug, tragen Sie auch einen Maßanzug.

Darüber hinaus ist die Bekleidung aber nicht nur Mittel zum Kundenzweck, sondern viel mehr auch Teil der persönlichen, sowie der Unternehmensidentität. Die Kleidung muss ebenso zum Unternehmen passen, wie die Mitarbeiter auch. Dabei Bedarf es nicht zwangsläufig einer Kleiderordnung. Viele Unternehmen tradieren ein gewisses Auftreten einfach zusammen mit Ihren Werten, so dass niemand auf die Idee käme, sich im wahrsten Wortsinne „unter Wert“ zu kleiden.

Außerdem ist gerade im Vertrieb bekannt, dass oft weniger der Gesprächsinhalt für den Abschluss entscheidend ist, als in erster Linie die persönliche Beziehung zwischen den Geschäftspartnern. Nicht zuletzt deshalb geht es immer wieder darum, in Gesprächen viel vom eigenen Selbst zu transportieren, ehrlich und authentisch zu sein und auf dieser Basis die persönliche Ebene zu erreichen. Und eben dazu zählt nicht nur das innere Wesen und das Verhalten, sondern auch die Kleidung, die beides maßgeblich beeinflussen kann.
Denn wie man aussieht, so fühlt man sich auch. Und das transportiert man auch in der täglichen Arbeit. Wer Anzug trägt, fühlt sich oft selbst kompetenter und besser in der Lage schwierige Probleme zu lösen. Aus diesem Grund ist es nicht selten, dass auch viele Mitarbeiter in Call-Centern in Anzug oder Kostüm erscheinen. Kleider machen nicht nur Leute, sie sorgen auch für das passende Selbstbewusstsein.

Die richtige Bekleidung hilft aber nicht nur beim Auftritt vor dem Kunden. Auch auf die eigenen Karrierechancen kann sich die Wahl der Kleidung entsprechend auswirken. Wer im Büroalltag einen guten Eindruck macht, kann das auch beim Kunden. Und das sieht auch die Geschäftsführung.

„Wer einen alten abgetragenen Anzug trägt, wird wie ein alter abgetragener Anzug behandelt.“ (Ottmar Obenhin)

Bildquelle: AndreasF. / photocase.com

 

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