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Wöchentliche Arbeitszeit verkürzen oder verlängern?

Vollzeitbeschäftigte wollen weniger, geringfügig Beschäftigte mehr arbeiten

Dass es hierzulande durchaus Gesprächsbedarf hinsichtlich der Arbeitszeitmodelle gibt, zeigt nicht nur die Debatte um die 32-Stunden-Woche für Eltern, sondern auch eine Analyse des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Die Untersuchung verdeutlicht, dass viele Arbeitnehmer unzufrieden mit ihren Arbeitszeiten sind. Während Teilzeitkräfte und Minijobber gerne mehr arbeiten würden, können sich Vollzeitkräfte gut vorstellen, ihre Wochenarbeitszeit zu verringern. Obwohl sich die Wünsche nach Verkürzung und Verlängerung der Arbeitszeit weitgehend die Waage halten, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Beschäftigungsgruppen aber auch zwischen Männern und Frauen.

Beschäftigte unzufrieden mit der vereinbarten Wochenarbeitszeit

So können sich vollzeitbeschäftigte Männer vorstellen, ihre wöchentliche Arbeitszeit im Schnitt um 0,4 Stunden von vereinbarten 39,6 auf 39,2 Stunden zu reduzieren. Dabei wird der Unterschied vor allem dann deutlich, wenn die tatsächliche Arbeitszeit berücksichtigt wird, die ebenfalls in die Studie einbezogen wurde. In diesem Fall beträgt die Zeit, die vollzeitbeschäftigte Männer an ihrem Arbeitsplatz verbringen 44,2 Stunden. Frauen würden ihre Arbeitszeit um einiges deutlicher verringern: Von 38,4 auf 36,3 Stunden.

In regulärer Teilzeit würden 46 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen ihre Arbeitszeit um 1,6 oder mehr Stunden erhöhen. Der Wunsch nach einer Verlängerung wird ganz besonders auch bei den geringfügig Beschäftigten deutlich. Hier sind es 57 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen, die sich wünschen im Schnitt mindestens 1,6 Stunden mehr zu arbeiten.

Die Arbeitszeit-Wünsche der 50- bis 65-Jährigen

Interessant sind aber auch die Ergebnisse nach Altersgruppen, denn: Vor allem Vollbeschäftigte im Alter zwischen 50 und 65 Jahren wünschen sich eine Verkürzung der Arbeitszeit, mit einem deutlichen Abstand zu jüngeren Beschäftigten zwischen 15 und 49 Jahren. Anders fallen die Ergebnisse bei Arbeitnehmern in Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung aus. Hier können sich auch ältere Beschäftigte (sowohl Frauen als auch Männer) zum Teil eine markante Erhöhung ihrer wöchentlich vereinbarten Arbeitszeit vorstellen. Bei den geringfügig Beschäftigten der Altersgruppe 50 bis 65 wünschen sich Frauen eine Erhöhung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit um 6,9 Stunden, Männer  um 9,9.

Die Ergebnisse der Analyse dürften die aktuellen Arbeitszeit-Debatten einmal mehr anheizen.

Die Daten des Sozio-ökonomischen Panels wurden dem IAB vom deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bereitgestellt.

Bild: Sean MacEntee | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

04.02.14

 

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