Hohe Benzinpreise belasten Konsumklima in Deutschland

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für April 2012

Insgesamt zeigt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im April gespalten. Während einerseits die gesamtwirtschaftlichen Aussichten optimistischer gesehen werden, gehen die Einkommenserwartungen aufgrund steigender Energiepreise leicht zurück. Die Anschaffungsneigung dagegen, muss deutlichere Verluste hinnehmen. Weil sich der Finanzmarkt im Monat April weitestgehend beruhigte, floss das Kapital wieder vermehrt Richtung Finanzmarkt.

Nach dem Ergebnis der Studie, kommt der Verbraucher offenbar zu der Erkenntnis, dass in Deutschland die Auftriebskräfte im Inland zunehmend die Oberhand gewinnen und so eine Rezession verhindert werden kann. Infolgedessen legt die Konjunkturerwartung weiterhin zu. Allerdings lassen im Gegensatz dazu steigende Inflationsängste den Konsumoptimismus etwas sinken, wie der Rückgang der Anschaffungsneigung belegt. Der leichte Rückgang der Einkommenserwartung zeigt indes, dass die Verbraucher ihre Kaufkraft vor allem durch die steigenden Energiepreise schwinden sehen.

Konjunktur im Aufschwung

Wie bereits im Vormonat, so kann auch im April die Konjunkturerwartung zulegen. Nach der kleinen Schwächephase im vierten Quartal 2011, sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft zunehmend auf Erholungskurs. Nach der Verabschiedung des zweiten Rettungspakets für Griechenland ist an den Finanzmärkten, zumindest vorübergehend, wieder etwas Ruhe eingekehrt. Gegenüber den verbreiteten Rezessionstendenzen im Euro-Raum, zeigt die deutsche Wirtschaft nach wie vor große Widerstandskraft. Allerdings darf man gespannt sein, welche Auswirkungen der Wahlausgang in Frankreich und in Griechenland auf die Konjunkturerwartung im Monat Mai haben wird.

Einkommenserwartung zeigt leichten Rückgang

Nach dem kräftigen Rückgang im Monat März muss die Einkommenserwartung im April nur noch geringe Verluste hinnehmen. Allerdings bleiben die ständigen Meldungen über neue Preisrekorde an den Zapfsäulen nicht ohne Wirkung. In der Folge nehmen die Inflationsängste wieder zu. Da mehr und mehr ihres Einkommens für Energie, und hier speziell für Benzin und Diesel, aufgewendet werden muss, sehen viele Verbraucher ihre Kaufkraft beeinträchtigt. Diese Entwicklung auf dem Energiesektor wird vermutlich für die Lebenshaltungskosten in diesem Jahr nicht ohne Folgen bleiben.

Deutlicher Rückgang der Anschaffungsneigung

Die größten Einbußen verzeichnet im April allerdings die Anschaffungsneigung. Steigende Preiserwartungen zeigen im April dieses Jahres verstärkt ihre Wirkung auf die Konsumneigung. Damit überschatten sie momentan jedoch die anhaltend positiven Effekte, die von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt ausgehen.
Ein weiterer Grund für die schwächere Konsumneigung dürfte darin liegen, dass aufgrund der augenblicklichen Beruhigung auf den Finanzmärkten die Verbraucher mehr zum Sparen neigen. Dadurch, dass das Misstrauen gegenüber den Börsen etwas gesunken ist, erhalten Geldanlagen in den Augen der privaten Haushalte gegenüber größeren Anschaffungen möglicherweise wieder den Vorzug.

Leicht gesunkenes Konsumklima

Wie auch schon im Vormonat geht das Konsumklima insgesamt leicht zurück. Dennoch werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in diesem Jahr eine wichtige Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleiben. Das ist vor dem Hintergrund einer möglichen schwächeren Entwicklung der Exporte umso wichtiger, um eine Rezession in der Bundesrepublik zu verhindern. Ausgehend davon, dass sich der Arbeitsmarkt weiter so positiv entwickelt, wie derzeit prognostiziert, ist davon auszugehen, dass sich das Konsumklima in den kommenden Monaten insgesamt stabil entwickelt. Dies setzt allerdings voraus, dass die Finanz- und Schuldenkrise nach den neueren politischen Wahlergebnissen in Frankreich und Griechenland nicht erneut aufflammt.

 

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