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Bild: GG-Berlin | pixelio.de

 

Frauenquote in der Versicherungswirtschaft

Fachkräftesicherung durch Erhöhung des Frauenanteils

Die Versicherungsbranche erwartet in den nächsten Jahren einen deutlichen Fachkräfteengpass und wird in Zukunft verschiedene Maßnahmen ergreifen müssen, um diesem Prozess entgegenzuwirken. Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen will dafür in der Zukunft gezielt mehr Frauen rekrutieren. Mit der Erhebung „Frauen in Führung“ hat der AGV einen ersten wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet. An der Branchenerhebung nahmen 75 Unternehmen, beziehungsweise Unternehmensgruppen teil, die Fragen zu den Themen „Frauen in Führung“, „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ sowie „Frauen im Vertrieb“ beantworteten.

Frauen im Außendienst unterrepräsentiert

Eines der aufschlussreichsten Ergebnisse betrifft die Aufteilung des Frauenanteils im Innen- und Außendienst. Während der Anteil im Innendienst mit knapp 55 Prozent angegeben wurde, sind Frauen im Außendienst deutlich unterrepräsentiert. Hier beträgt der Frauenanteil lediglich 21 Prozent.

In Führungspositionen im Innendienst ist der Anteil weiblicher Arbeitnehmer hingegen leicht gestiegen. In der ersten Führungsebene gab es im Vergleich zum Jahr 2000 einen Anstieg um vier Prozentpunkte, in der zweiten Ebene stieg die Zahl sogar von 12 auf 21 Prozent. Bei der Erhebung ging es dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen aber nicht nur um Zahlen, sondern auch darum, wie die einzelnen Unternehmen die bestehende Situation einschätzen.

Wie Unternehmen die Situation einschätzen

So gaben immerhin 68 Prozent der Unternehmen an, dass der Ausbau des Anteils weiblicher Führungskräfte eine hohe Relevanz habe, wobei sich die Mehrheit der Unternehmen bereits seit drei Jahren mit dieser Thematik beschäftigt.

Ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Erhöhung des Frauenanteils ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier gaben mehr als 50 Prozent der Unternehmen an, dass dies sehr gut ermöglicht werde. Die Mehrheit der Unternehmen (58,7 Prozent) machte aber auch deutlich, bisher kein strategisches Konzept zur Hand zu haben.

Frauenanteil im Vertrieb soll erhöht werden

Viele Unternehmen (72 Prozent) sind sich sicher, dass der Anteil insbesondere durch die Möglichkeit der flexiblen Arbeitsorganisation erhöht werden kann, gefolgt von Teilzeitregelungen und der Sensibilisierung für das Thema insgesamt. Als erste praktische Lösungsansätze gaben die Unternehmen die Unterstützung in der Kinderbetreuung, beispielsweise durch betriebseigene Kindergärten oder Betreuungsnotdienste.

Über kurz oder lang ist den Unternehmen zudem daran gelegen, den Frauenanteil insbesondere im Vertrieb zu erhöhen. Dass dieses Thema eine hohe Relevanz habe, gaben knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen an.

Quelle: Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen

06.05.2014

Siehe auch: Entwicklung der Versicherungsbranche in Deutschland

 

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