Hand am Lenkrad

Bild: Erik Starck | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

 

Herausforderungen für die Automobilindustrie

Elektromobilität, Digitalisierung und Internationalisierung

Jedes fünfte weltweit verkaufte Auto wird heute von einer deutschen Konzernmarke gebaut. Trotz dieser positiven Entwicklung sieht sich die Automobilindustrie vielen Herausforderungen gegenüber, angeführt von der Digitalisierung und der fortschreitenden Internationalisierung sowie durch die Anforderungen, die der Klimawandel und die demographische Entwicklung mit sich bringen.

Fokus auf den Bereich Elektromobilität

Dass die Landflucht weiter anhält, zeigt etwa auch eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Demnach ziehen immer mehr Menschen in immer größere Städte. Zugleich sorgt die steigende Wirtschaftskraft der großen Schwellenländer für mehr Verkehr und einen erhöhten Rohstoffbedarf.

Eine der größten Herausforderungen besteht für den Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Dr. Ulrich Eichhorn darin, die Mobilität als wirtschaftlichen Wachstumsmotor zu erhalten und zugleich Klima und Ressourcen zu schützen. Um das zu erreichen, konzentriert sich die Branche verstärkt auf den Bereich Elektromobilität.

Deutschland Leitanbieter bei E-Fahrzeugen

Schon jetzt ist die deutsche Automobilindustrie Leitanbieter bei E-Fahrzeugen, deren Bedarf Prognosen zufolge in den nächsten Jahren und Jahrzehnten rasant steigen wird: In zehn Jahren könnten bereits 15 Prozent aller Nutzfahrzeuge weltweit elektrifiziert sein.

Im letzten Jahr gab es bereits 17 Serienmodelle deutscher Hersteller in den Autohäusern, für dieses Jahr sind dem VDA zufolge 12 weitere geplant – vom Kleinwagen bis zum Sportwagen. Noch entwickeln sich jedoch die Märkte für E-Fahrzeuge in anderen Ländern dynamischer.

Damit Deutschland zukünftig mithalten kann, müssen Anreize und optimierte Rahmenbedingungen geschaffen werden, so Eichhorn, darunter etwa verkehrsrechtliche Vorteile in den Innenstädten oder ein Konzept für eine Sonderabschreibung bei Firmenwagen mit E-Antrieb.

Umfangreiche Investitionen in die Vernetzung

Die zweite große Herausforderung in der Automobilindustrie ist die Vernetzung. Deutsche Hersteller und Zulieferer planen umfangreiche Investitionen in diesem Bereich – 16 bis 18 Milliarden Euro allein in den kommenden drei bis vier Jahren.

Jedes vierte Fahrzeug ist bereits vernetzt und der Autofahrer damit in der Lage, über Unfälle und Staus in Echtzeit informiert zu werden oder per W-LAN zu kommunizieren. Der Fokus wird in den kommenden Jahren aber auch verstärkt auf dem automatisierten Fahren – vom assistierten Fahren über teil- und hochautomatisiertes Fahren bis hin zum vollautomatisierten Fahren liegen.

Im internationalen Wettbewerb kann sich die deutsche Automobilindustrie behaupten, vor allem im Premiumbereich haben deutsche Autobauer die Nase vorn. Der VDA erklärt dies mit Globalisierungsstrategien und Investitionen im Ausland, aber auch im Inland. So konnte Deutschland die Produktion am Heimatstandort zuletzt steigern: von 5,1 auf 5,6 Millionen PKWs.

09.07.2015

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