Das Bewerbungsfoto – wie sollte es aussehen?

Während das Bewerbungsfoto früher in jeder Bewerbung ein Muss war, gibt es heute unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Doch nicht nur die Frage, ob ein Foto zur Bewerbung gehört, ist interessant. Sofern man ein Foto mitschickt, ergeben sich automatisch weitere Fragen. Wie soll das Foto für die Bewerbung aussehen? Welches Format soll es haben und wie professionell muss es sein? Das wollen wir im Folgenden gern beantworten.

 Foto für die Bewerbung

Bewerbungsfoto – ja oder nein?

Die Rolle von Fotos im Bewerbungsverfahren ist nicht unumstritten. Aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) und den Diskussionen um anonyme Bewerbungen werden Fotos kaum noch ganz konkret angefordert. Dennoch löst ihr Fehlen Irritation aus. In Deutschland gehören sie immer noch dazu und werden gern gesehen, um einen ersten Eindruck vom Bewerber zu gewinnen.

Die Art des Fotos ist entscheidend.

Wenn Sie ein Foto mitschicken, dann denken Sie daran: Sie sollten auf Ihrem Foto so aussehen wie jemand, der die Stelle schon erfolgreich besetzt. Wenn Sie das beherzigen, dann kann nichts schief gehen. Denn es zeigt, dass Sie wissen, in welcher Art Unternehmen Sie sich bewerben und was der Job mit sich bringen wird. Und natürlich sollte es ein professionelles Foto sein. Ob Sie sich für ein Foto in schwarz-weiß oder ein Farbfoto entscheiden, ist Geschmackssache.

Das richtige Format für das Bewerbungsfoto

Bewerbungsfotos müssen zeigen, wie Sie derzeit aussehen. Also verbieten sich mehrere Jahre alte Fotos von selbst. Eigentlich alle Fotostudios machen spezielle Bewerbungsfotos, die etwas größer sind als normale Passfotos.

Trendy Foto für die Bewerbung?

Überlegenswert, aber nicht immer angemessen: Originelle, kreative Fotos! Ob die den Leser Ihrer Bewerbung positiv beeinflussen, ist von außen kaum festzustellen. Die positive Bewertung solcher Bilder hängt vom konkreten Empfänger ab, vom Stil des Unternehmens, von der Branche. Stehend mit verschränkten Armen, der Mensch in einer Bewegung festgehalten, mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf den Betrachter zielend, sitzend am Schreibtisch, den Kopf aufgestützt in Denkerpose, Gesichtsausschnitte aller Art. Nicht alles, was Ihnen der Fotograf als trendy empfiehlt, ist wirklich zielführend!

Das Bewerbungsfoto sollte die Persönlichkeit widerspiegeln

Grundsätzlich gibt es für das Bewerbungsfoto eine einfache Grundregel: Der Gesichtsausdruck sollte zur Persönlichkeit des Bewerbers passen, nicht die Persönlichkeit zum (modischen) Trend. Schließlich wollen Sie wieder erkannt werden! Bei eher introvertierten Persönlichkeiten wirkt eine übertrieben selbstbewusste Pose in Kombination mit einem breiten Lachen schnell gestellt. Bei eher extrovertiert veranlagten Bewerbern wirkt ein nachdenklich-seriöser Ausdruck aufgesetzt.

Ein guter Fotograf besitzt Menschenkenntnis

Die gute Nachricht ist: Ein guter Fotograf besitzt in der Regel eine ausgeprägte Menschenkenntnis und findet schnell heraus, durch welche Eigenschaften sich die Person vor ihm auszeichnet. Zudem versteht er es, ein professionelles Foto zu machen, das einerseits dem Anlass angemessen ist und andererseits auch etwas von der Persönlichkeit des Bewerbers zeigt.

Dafür ist es allerdings wichtig, dass die Chemie zwischen Fotografen und Fotografiertem stimmt. Wir empfehlen, Termine am besten persönlich auszumachen beziehungsweise sich vor dem festgesetzten Termin einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Wer sich von jemandem fotografieren lässt, den er unsympathisch findet, läuft Gefahr, das auch auf dem Foto auszustrahlen.

Zähne zeigen?

Ob man dabei Zähne zeigt oder nicht, ist eine Frage des Ausprobierens. Der Fotograf wird ohnehin mehrere Varianten ablichten und bei der Auswahl beraten. In manchen Fällen ist auch ein ernsthafter Gesichtsausdruck (oder nur ein ganz leichtes Lächeln) die bessere Variante, sofern der Blick offen ist und die Pose insgesamt nicht verschlossen wirkt.

Das Bewerbungsfoto ist im Vertrieb zu empfehlen!

Gerade im Vertrieb kommt es bei einem überzeugenden Bewerbungsfoto nicht allein auf Professionalität oder Seriosität, sondern vor allem auch auf Sympathie an. Denn der Personaler wird sich das Bild häufig auch im Hinblick darauf anschauen, wie der Bewerber auf Kunden wirken wird.

Bild: Michal Jarmoluk | pixabay.com | Ausschnitt

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