Sind Tippfehler in der Bewerbung Aus?

Man kennt das ja: Da investiert man Mühe und Zeit in die Bewerbungsunterlagen, liest alles dreimal Korrektur, schickt die Bewerbung mit dem Gefühl ab, alles richtig gemacht zu haben und dann? Schaut man sich die Unterlagen – um sich ein letztes Mal zu vergewissern – noch einmal an, nur um festzustellen, dass man „geerhte“ statt „geehrte“ geschrieben hat oder „feue“ statt „freue“. Tippfehler in der Bewerbung! Da kann es einem schon mal abwechselnd heiß und kalt werden.

Tippfehler in der Bewerbung

Was Personaler mit Tippfehlern assoziieren

Im schlimmsten Fall legt der Personaler Tippfehler, vor allem dann, wenn sie gehäuft auftreten, als Gleichgültigkeit aus. Oder er hält den Bewerber für jemanden, der weder genau arbeiten kann, noch Korrekturprogramme zu benutzen weiß. Vielleicht befürchtet er gar, dass dies auch später bei Kunden häufig passieren könnte.

Zwei Tippfehler in der Bewerbung können ausreichen

So oder so, Tippfehler haben durchaus das Potential, einen Bewerber ins Aus zu schießen. Eine Studie von Robert Half zeigt, dass zwei Tippfehler in der Bewerbung bei knapp der Hälfte der befragten Personaler schon ausreichen, um den Kandidaten nicht weiter zu berücksichtigen. Einen kleinen Trost gibt es aber doch. Laut der Umfrage sind Personaler heute nämlich eher bereit, ein Auge zuzudrücken. Im Jahr 2006 fand noch knapp die Hälfte, dass ein Fehler dazu bereits ausreiche. Heute sind es 17 Prozent, die auch einen Fehler nicht tolerieren und 46 Prozent, deren Verständnis bei zwei Tippfehlern aufhört.

Daher ist es auf jeden Fall besser, sich nicht auf die Kulanz eines Personalverantwortlichen zu verlassen und stattdessen Tippfehler in der Bewerbung auszumerzen. Die Korrekturfunktionen bei Microsoft Word oder Open Office können sehr nützlich sein. Deswegen sollte man kontrollieren, ob diese auch aktiviert sind. Rechtschreibfehler werden dabei rot, Grammatikfehler grün markiert. Auch Duden bietet auf seiner Website eine Textprüfung an.

Wie man Tippfehler vermeiden kann

  • Bevor die Unterlagen verschickt werden, sollte man diese ausdrucken und sich selbst laut vorlesen.
  • Bekannte oder Freunde Korrektur lesen lassen.
  • Eine Weile etwas anderes tun und die Bewerbung später noch einmal Korrektur lesen.
  • Hilfreich ist auch, die Unterlagen einmal von hinten nach vorne zu lesen.
  • Besonders auf die eigenen Kontaktdaten achten. Sowie unbedingt darauf, dass der Name des Empfängers richtig geschrieben ist.

Bild: Szabolcs | flickr.com | CC BY 2.0 | Ausschnitt

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