salesjob-Index für das Quartal IV 2025
Gesamtmarkt sinkt um 9,6 %, Vertrieb im Finanzsektor wächst
Berlin, der 04.02.2026 – Der deutsche Arbeitsmarkt verzeichnet für das vierte Quartal 2025 einen Rückgang der ausgeschriebenen Stellen auf dem Gesamtstellenmarkt auf rund 3.060.350 Positionen, was einem Minus von 9,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Vertriebsmarkt zeigt sich mit knapp 204.780 ausgeschriebenen Stellen stabil und verzeichnet lediglich einen Rückgang von 0,2 %. Der Vertrieb bleibt somit ein beständiger und verlässlicher Bereich in einem insgesamt rückläufigen Stellenmarkt.
Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Quartale. Der Vertrieb bleibt in einem insgesamt abkühlenden Arbeitsmarkt ein stabiles Berufsfeld. Für diese Auswertung der salesjob Stellenmarkt GmbH wurden 181 Printquellen und 261 Onlinequellen analysiert.

Branchentrends: Finanzdienstleistungen und Immobilien wachsen stark
Besonders stark wuchs die Personalnachfrage in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die mit über 17.000 ausgeschriebenen Stellen ein Plus von 46 % verzeichneten. Auch das Grundstücks- und Wohnungswesen legte mit mehr als 7.630 Positionen um 38 % zu, während das Baugewerbe leicht um 4 % auf knapp 5.520 Stellen stieg. Den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr erzielte der Bereich Erziehung und Unterricht mit 83 % auf rund 4.050 Stellen. Rückläufig war die Nachfrage vor allem in der Wasserversorgung, die um 11 % auf rund 1.150 Positionen sank.

Hierarchieebenen: Berufseinsteiger gefragt
Für Berufseinsteiger stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im vierten Quartal 2025 um 8,5 % auf über 24.460 Positionen. Bei Führungskräften nahm die Nachfrage um 3,1 % auf knapp 23.760 Stellen zu. Die Positionen für Fachkräfte verzeichneten hingegen einen Rückgang um 8,2 % auf knapp 145.600 Positionen, was die wachsende Bedeutung von Nachwuchs- und strategischen Rollen im Vertrieb unterstreicht.

Regionale Dynamik: Berlin als Wachstumstreiber
Auch auf regionaler Ebene zeigen sich deutliche Unterschiede. Berlin verzeichnete mit 22,8 % das stärkste Wachstum im Vertriebsbereich, gefolgt von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Demgegenüber gingen die Stellenangebote in Rheinland-Pfalz um 11,7 % zurück, auch das Saarland und Hamburg wiesen rückläufige Tendenzen auf. Insgesamt zeigt sich ein Trend zu verstärkten Wachstumsimpulsen in urbanen Zentren und ostdeutschen Bundesländern.

Berufsprofile: Gewinner und Verlierer im Vertriebsjobmarkt
Die Nachfrage nach bestimmten Vertriebsprofilen entwickelt sich unterschiedlich. Besonders gefragt waren Handelsvertreter mit einem Zuwachs von 27,8 %, gefolgt von Sales Managern (+8 %) und technischen Vertriebsmitarbeitern (+6,6 %). Dagegen gingen die Ausschreibungen für Kundenberater, Vertriebsassistenten und Telesales-Professionals deutlich zurück. Ein möglicher Einflussfaktor ist die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung in Teilen der operativen Vertriebsprozesse.

Benefits: Weiterbildung und Flexibilität bleiben entscheidend
Auch bei den angebotenen Benefits zeigt sich ein klarer Trend. Die meisten Stellen enthielten Hinweise auf Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten, Mitarbeiterrabatte, zusätzlichen Urlaub oder Firmen- und Team-Events. Während einige Benefits leicht rückläufig waren, stieg der Anteil an Positionen mit zusätzlichem Urlaub um 1,6 %.
Das vierte Quartal 2025 zeigt, dass Berufseinsteiger und operative Rollen von der anhaltenden Nachfrage profitieren, während Unternehmen auf attraktive Benefits und Weiterbildungsmöglichkeiten setzen sollten, um qualifizierte Fachkräfte langfristig zu gewinnen.

Sie finden die dazugehörige Infografik hier.

