Geforderte Abschlüsse im Vertrieb

Berufsausbildung und Quereinstieg begehrter als Bachelorabschluss

Berlin, der 11.03.2026 – Die abgeschlossene Berufsausbildung ist im Jahr 2025 der am häufigsten geforderte Bildungsabschluss, um in einen Vertriebsberuf einzusteigen. Das zeigt eine aktuelle Stellenmarktauswertung der salesjob Stellenmarkt GmbH. Mit rund 232.900 explizit an ausgebildete Fachkräfte gerichteten Stellenausschreibungen dominieren klassische Ausbildungswege das Feld, während der Einstieg über einen Hochschulabschluss die Ausnahme bleibt. Trotz sinkender Stellenangebote im gesamten deutschen Stellenmarkt bleibt das Anforderungsprofil im Vertrieb in seinem Kern beständig.

2025 wurden im deutschen Stellenmarkt knapp 11 Millionen offene Stellen ausgeschrieben, das sind eine halbe Million weniger als im Vergleichszeitraum 2024. Der Vertrieb sinkt von über 726.880 im Vorjahr auf rund 707.315 ausgeschriebene Positionen mit nur geringem Abwärtstrend auf hohem Niveau.

Berufsausbildung bleibt die am häufigsten geforderte Qualifikation im Vertrieb

Mit mehr als 232.800 ausgeschriebenen Positionen bleibt die abgeschlossene Berufsausbildung der Vorreiter beim Berufseinstieg im Vertrieb. Besonders deutlich wird dies im Bereich der „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“: In dieser Branche wurden über 101.700 Vertriebsjobs ausgeschrieben, und bei rund einem Drittel dieser Stellenangebote ist eine abgeschlossene Berufsausbildung explizit Voraussetzung. Geprägt wird dieses hohe Volumen maßgeblich durch Personaldienstleister, die aufgrund ihrer Geschäftsstruktur eine überproportional hohe Anzahl an Stellenanzeigen schalten. Im verarbeitenden Gewerbe macht der Ausbildungsabschluss mit rund 40.800 offenen Positionen (35,43 %) die zentrale Voraussetzung aus, im Finanz- und Versicherungssektor liegt die Zahl bei etwa 23.230 Stellen (44,13 %). Auch in der Informations- und Kommunikationsbranche setzen Unternehmen mit 19.600 offenen Positionen (22,43 %) auf Bewerber mit Berufsabschluss.

Quereinstieg in den Vertrieb kein Problem

Der Quereinstieg verliert zwar etwas an Fahrt, bleibt allerdings weiter der zweithäufigste Zugang zum Vertrieb: Knapp 74.000 Stellenangebote richten sich explizit an wechselwillige Talente ohne klassischen vertrieblichen Werdegang. Die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ bieten allein knapp 31.000 Angebote in diesem Segment, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit rund 10.000 und den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit ca. 6.650 ausgeschriebenen Quereinsteigerpositionen. Damit belegt der Quereinstieg eine stärkere Stellung als der Hochschulabschluss und unterstreicht die Offenheit der Branche gegenüber alternativen Lebensläufen.

Bachelor und akademische Titel bleiben Randerscheinungen

Der akademische Abschluss ist nach wie vor die Ausnahmebedingung und dominiert lediglich in wenigen Nischen im Vertrieb. So spielen Bachelorabschlüsse in gerade einmal gut 15.300 Vakanzen eine Rolle, wobei die Informations- und Kommunikationsbranche (über 4.300 Jobs) und das verarbeitende Gewerbe (über 4.300 Stellen) die akademisierte Seite des Vertriebs anführen. In anderen Bereichen, wie den wirtschaftlichen Dienstleistungen, werden lediglich rund 3.300 Bachelorstellen ausgeschrieben. Masterabschlüsse und ähnliche akademische Qualifikationen bewegen sich mit zusammen knapp über 10.000 zu besetzenden Stellen weiterhin auf niedrigem Niveau. Etwa 27,2 % dieser Stellenangebote richten sich an Führungskräfte.

Für diese Marktanalyse wurden Stellenanzeigen aus 321 Onlinebörsen, 196 Printmedien, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie mehr als 969.000 Firmenwebsites ausgewertet.