Aktuelle Zahlen zum deutschen Vertriebsstellenmarkt

Abkühlung des deutschen Vertriebsstellenmarkt setzt sich fort

Berlin, 28. Mai 2026 – Der deutsche Vertriebsstellenmarkt schwächt sich im April 2026 weiter ab. Die aktuelle Monatsauswertung der salesjob Stellenmarkt GmbH zeigt: Die Zahl der Arbeitssuchenden ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 % gestiegen, während das Stellenangebot im gleichen Zeitraum um 15,3 % zurückgegangen ist. Grundlage der Analyse sind Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie von index Anzeigendaten.

IT-Vertrieb: Verhältnis von Bewerbern zu Stellen unverändert angespannt

Im IT-Vertrieb hat sich das Verhältnis von Arbeitssuchenden zu offenen Stellen im Jahresvergleich nicht verändert: Wie bereits im April 2025 entfallen auf jede ausgeschriebene Vakanz lediglich 0,2 Arbeitssuchende. Im April 2026 stehen 1.572 Suchenden 6.937 offene Stellen gegenüber, im April des Vorjahres waren es 1.461 Suchende bei 7.977 ausgeschriebenen Positionen. Trotz des gesunkenen Stellenvolumens bleibt der Fachkräftemangel im IT-Vertrieb damit strukturell bestehen. Für Unternehmen, die in diesem Segment rekrutieren, dürfte die Besetzung offener Positionen entsprechend anspruchsvoll bleiben.

Vertrieb außerhalb der IKT: Stellenvolumen deutlich gesunken

Im Vertrieb außerhalb der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist das Stellenangebot im Jahresvergleich von 41.823 auf 35.830 Ausschreibungen zurückgegangen, ein Minus von rund 14 %. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitssuchenden von 32.294 auf 35.590. Das Verhältnis verschob sich damit von 0,8 auf 1,0 Suchende je offener Stelle, der Markt ist in diesem Segment erstmals ausgeglichen.

Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb: Wettbewerb unter Bewerbern nimmt zu

Im Segment der Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb ist der Rückgang beim Stellenangebot am stärksten ausgeprägt: Die Zahl der Ausschreibungen sank von 4.747 im April 2025 auf 3.434 im April 2026, ein Rückgang von rund 28 %. Zugleich stieg die Zahl der Arbeitssuchenden von 9.130 auf 9.910. Damit entfallen aktuell 2,9 Suchende auf jede offene Führungsposition, gegenüber 1,9 im Vorjahresmonat. Das zunehmend angespannte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage verschärft den Wettbewerb um Leitungspositionen in diesem Bereich in den kommenden Monaten.