Monatsauswertung Vertriebsstellenmarkt Mai 2026
Vertriebsstellenmarkt Mai 2026: Mehr Bewerber, weniger Stellen
Berlin, 02. Juli 2026 – Der deutsche Vertriebsstellenmarkt zeigt im Mai 2026 eine gegenläufige Entwicklung: Während die Zahl der Arbeitssuchenden im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,7 % gestiegen ist, sank das Stellenangebot gleichzeitig um 6,9 %. Im Vorjahresmonat gab es noch deutlich mehr Stellenangebote als Arbeitssuchende. Im Mai 2026 wurde ein nahezu ausgewogenes Verhältnis erreicht. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird der Konkurrenzdruck unter den Bewerbern auf die verbliebenen Stellenangebote spürbar steigen. Grundlage der Analyse sind Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie von index Anzeigendaten.

IT-Vertrieb: Fachkräftemangel bleibt strukturelles Dauerthema
Im Mai 2026 stehen 1.562 Arbeitssuchenden im IT-Vertrieb 7.428 offene Stellen gegenüber. Das Verhältnis von 0,2 Suchenden je Vakanz ist damit identisch mit dem Vorjahreswert, obwohl die Zahl der Arbeitssuchenden von 1.457 auf 1.562 gestiegen ist (+7,2 %). Das Stellenvolumen legte im gleichen Zeitraum ebenfalls leicht zu, von 7.202 auf 7.428 Ausschreibungen. Der strukturelle Fachkräftemangel im IT-Vertrieb bleibt damit unverändert bestehen. Für Unternehmen, die in diesem Segment rekrutieren, ist eine gezielte Ansprache qualifizierter Kandidaten nach wie vor entscheidend.

Vertrieb außerhalb der IKT: Ausgeglichener Markt mit sinkender Stellenzahl
Im Vertrieb außerhalb der Informations- und Kommunikationstechnik ist das Stellenangebot im Jahresvergleich von 39.698 auf 36.485 Ausschreibungen zurückgegangen, ein Minus von rund 8,1 %. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitssuchenden von 32.113 auf 35.680. Das Verhältnis verschob sich damit von 0,8 auf 1,0 Suchende je offener Stelle: Der Markt ist in diesem Segment ausgeglichen.

Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb: Wettbewerb verschärft sich
Das Segment der Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb zeigt die deutlichste Verschiebung: Die Zahl der Arbeitssuchenden stieg von 9.093 auf 9.982 (+9,8 %), während das Stellenangebot von 4.326 auf 3.778 Ausschreibungen sank (–12,7 %). Das Verhältnis verschiebt sich damit von 2,1 auf 2,6 Arbeitssuchende je offener Stelle. Der Wettbewerb um Leitungspositionen in diesem Bereich nimmt damit weiter zu.



