Benefits für Vertriebler im Bundesländervergleich
Weiterbildungsmöglichkeiten sind der beliebteste Benefit
Berlin, der 22.09.2026 – In allen 16 Bundesländern wird ein Benefit ganz klar am häufigsten in Stellenanzeigen für Vertriebspositionen genannt: Weiterbildungsmöglichkeiten. Wie stark Unternehmen daraufsetzen, schwankt aber erheblich: von 16 Prozent der Vertriebsstellen in Berlin bis zu 36 Prozent in Niedersachsen und im Saarland. Das zeigt die aktuelle Auswertung der salesjob Stellenmarkt GmbH, basierend auf einer Analyse von 321 Onlinebörsen, 196 Printmedien, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie rund 969.000 Firmenwebsites.
Die meisten Vertriebsstellen im Süden und Westen
Mit knapp 71.160 im ersten Halbjahr 2026 ausgeschriebenen Vertriebsstellen bleibt Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Vertriebsstellen, vor Bayern mit 62.240 und Baden-Württemberg mit mehr als 47.270 Stellen. Die Benefits für die Vertriebsstellen gleichen sich, an erster Stelle stehen stets Weiterbildungsangebote. Flexible Arbeitszeiten folgen in fast allen Bundesländern auf Platz zwei, wobei dieser Benefit bei Mecklenburg-Vorpommern auf Platz drei fällt. In Nordrhein-Westfalen sind die Weiterbildungen bei knapp 23.450 Stellen gelistet, in Bayern sind es fast 19.110. Baden-Württemberg kommt trotz deutlich weniger Vertriebsstellen insgesamt auf einen ähnlichen Anteil wie die beiden größeren Länder, mit knapp 15.590 ausgeschriebenen Positionen bei der Weiterbildung und mehr als 12.670 für flexible Arbeitszeiten. Erst auf den hinteren Rängen unterscheiden sich die drei Länder: Während Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg Mehrurlaub und Rabatte für Mitarbeitende noch vor der 20-Prozent-Marke platzieren, bleibt Bayern bei diesen beiden Benefits knapp darunter.
Berlin und Hamburg setzen auf Homeoffice
In fast allen Bundesländern landet die betriebliche Altersvorsorge auf dem dritten Platz, direkt hinter Weiterbildung und flexiblen Arbeitszeiten. In Berlin und Hamburg rückt stattdessen das Homeoffice und mobiles Arbeiten in die Top 3. Berliner Unternehmen bewerben diesen Benefit in mehr als 5.480 der insgesamt 39.765 Vertriebsstellen, in Hamburg sind es knapp 4.670 von mehr als 17.850 Stellen. Eine dritte Abweichung liefert Mecklenburg-Vorpommern, da finden sich Rabatte für Mitarbeitende mit mehr als 2.280 ausgeschriebenen Stellen vor der betrieblichen Altersvorsorge.
Der Osten setzt stärker auf Bonus-/Prämienzahlungen
Bonus-/Prämienzahlungen und Zuschläge rangieren in den ostdeutschen Bundesländern im Schnitt deutlich weiter vorn in den Top 10 als im Westen. Berlin führt mit etwa 3.040 ausgeschriebenen Stellen, gefolgt von Sachsen mit knapp 2.670, Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 1.570 und Brandenburg mit etwas mehr als 1.530 Stellen. Während variable Vergütungsbestandteile im Osten also einen festeren Platz unter den wichtigsten Benefits einnehmen, treten sie im Süden und Westen – etwa in Baden-Württemberg und Hamburg, wo sie es nicht einmal in die Top 10 schaffen – deutlich in den Hintergrund.
Die am wenigsten erwähnten Benefits
Während sich die Spitzenreiter unter den Benefits bundesweit ähneln, fällt der Blick auf die Schlusslichter deutlich uneinheitlicher aus. Die Unfallversicherung belegt in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz den letzten Platz, das Firmenhandy in Bayern und Bremen. Parkplätze bilden in Hessen, dem Saarland und Thüringen das am wenigsten erwähnte Benefit. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind es Coaching- und Mentoring-Angebote. Sachsen führt die Sport- und Fitnessangebote am seltensten in Vertriebsstellenanzeigen auf, Sachsen-Anhalt die kostenlosen Getränke. In keinem Bundesland überschreitet der jeweils am seltensten genannte Benefit einen Anteil von 7 Prozent an den ausgeschriebenen Vertriebsstellen.



