Aktuelle Zahlen zum deutschen Vertriebsstellenmarkt
Stellenangebot sinkt, während die Nachfrage nach Jobs steigt
Berlin, 19. Februar 2026 – Der deutsche Arbeitsmarkt verzeichnet zum Jahresauftakt 2026 eine deutliche Trendumkehr im Vertrieb. Während die Zahl der Arbeitssuchenden im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,3 % zunimmt, sinkt das Volumen der ausgeschriebenen Stellen im selben Zeitraum um 12,3 %. Die aktuelle Auswertung der salesjob Stellenmarkt GmbH, basierend auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie index Anzeigendaten, belegt die aktuellen Entwicklungen im deutschen Vertrieb.

IT-Vertrieb: Fachkräfte bleiben trotz rückläufiger Ausschreibungen knapp
Trotz des allgemeinen Rückgangs der Ausschreibungen bleibt der Sektor für IT-Vertriebler ein vielversprechendes Feld für Arbeitnehmer. Im Januar 2026 stehen rund 1.530 Arbeitssuchende einem Angebot von etwa 7.530 vakanten Positionen gegenüber. Rechnerisch entfallen damit lediglich 0,2 Bewerber auf eine offene Stelle – ein Wert, der sich bereits im Vorjahr auf diesem Niveau bewegte. Zwar ist das absolute Stellenvolumen im Vergleich zum Januar 2025 (8.020 Vakanzen) leicht gesunken, dennoch bleibt der Wettbewerb um Experten mit technologischer Spezialisierung für Arbeitgeber eine konstante Herausforderung.

Vertrieb außerhalb der IKT: Markt nähert sich einem Gleichgewicht
In den klassischen Vertriebsberufen außerhalb des IKTs zeichnet sich eine deutliche Abkühlung ab. Im Januar 2026 trafen hier rund 34.940 Arbeitssuchende auf knapp 39.760 veröffentlichte Stellenangebote. Mit einer Quote von 0,9 Suchenden pro Vakanz nähert sich das Verhältnis einem numerischen Ausgleich an, nachdem dieser Wert im Vorjahr noch bei 0,7 gelegen hatte. Parallel dazu reduzierten Unternehmen ihre Ausschreibungsaktivitäten massiv: Waren im Januar 2025 noch über 44.710 Positionen gelistet, sank dieser Wert nun spürbar. Die Zahlen signalisieren das Ende des einseitig arbeitnehmergetriebenen Marktes und eine Rückkehr zu einer ausgewogenen Marktbalance.

Führung in Einkauf und Vertrieb: Angebotsüberhang nimmt zu
Die massivste Bewegung zeigt sich im Bereich der Leitungspositionen in Einkauf und Vertrieb. Hier hat sich das Wettbewerbsumfeld innerhalb eines Jahres grundlegend gewandelt. Im Januar 2026 standen 9.775 arbeitssuchende Führungskräfte lediglich 3.750 ausgeschriebenen Stellen gegenüber. Damit konkurrieren rein statistisch 2,6 qualifizierte Bewerber um eine einzige Position. Im Vorjahresmonat lag dieser Wert bei über 5.490 Vakanzen und knapp 8.860 Suchenden noch bei 1,6. Diese Entwicklung verdeutlicht eine ausgeprägte Sparpolitik der Unternehmen bei der Besetzung strategischer Schlüsselpositionen, wodurch der Druck auf Kandidaten im Managementsegment erheblich zugenommen hat.



