Monatsauswertung Vertriebsstellenmarkt Juni 2026
Vertriebsstellenmarkt Juni 2026: Konkurrenz um Führungspositionen wächst
Berlin, 22. Juli 2026 – Auch im Juni 2026 setzt sich die bisherige Entwicklung am deutschen Vertriebsstellenmarkt fort: Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs die Zahl der Arbeitssuchenden um 9,8 %, während das Stellenangebot um 4,9 % zurückging. Besonders deutlich zeigt sich der wachsende Wettbewerb um offene Positionen bei Führungskräften in Einkauf und Vertrieb. Grundlage der Analyse sind Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie von index Anzeigendaten.

IT-Vertrieb: Fachkräftemangel bleibt gravierend
Im Juni 2026 stehen 1.610 Arbeitssuchenden im IT-Vertrieb 6.798 offene Stellen gegenüber. Das Verhältnis von rund 0,2 Suchenden je Vakanz bleibt damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (Juni 2025: ebenfalls 0,2), obwohl die Zahl der Arbeitssuchenden von 1.497 auf 1.610 gestiegen ist (+7,5 %). Auch das Stellenvolumen legte im gleichen Zeitraum leicht zu, von 6.650 auf 6.798 Ausschreibungen (+2,2 %). Der Fachkräftemangel im IT-Vertrieb bleibt damit ein strukturelles Thema, das Unternehmen bei der Personalsuche weiterhin vor Herausforderungen stellt.

Vertrieb außerhalb der IKT: Verhältnis zwischen Stellen und Bewerbern dreht sich
Im größten Teilsegment des Vertriebsstellenmarkts verschiebt sich das Kräfteverhältnis weiter zugunsten der Unternehmen: Die Zahl der Arbeitssuchenden stieg von 32.585 auf 35.856 (+10,0 %), während das Stellenangebot von 36.497 auf 34.680 Ausschreibungen zurückging (–5,0 %). Das Verhältnis liegt damit bei rund 1,0 Suchenden je offener Stelle, nach 0,9 im Vorjahresmonat. Aus dem Stellenüberhang des Vorjahrs ist ein leichter Bewerberüberhang geworden.

Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb: Konkurrenz nimmt weiter zu
Die klare Tendenz zu einem steigenden Wettbewerb um Leitungspositionen bei den Führungskräften in Einkauf und Vertrieb setzt sich fort. Die Zahl der Arbeitssuchenden erhöhte sich von 9.203 auf 10.050 (+9,2 %), während das Stellenangebot von 4.357 auf 3.686 Ausschreibungen deutlich zurückging (–15,4 %). Das Verhältnis steigt damit von 2,1 auf 2,7 Arbeitssuchende je offener Stelle.



