salesjob-Index für das Quartal I 2024 | Vertriebsstellenmarkt im Rückgang, nur wenige Branchen trotzen dem Trend

Im ersten Quartal 2024 sank die Nachfrage nach Vertriebsmitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um -9,3 %. Auch im Gesamtstellenmarkt ist ein spürbarer Rückgang von -9,2 % zu beobachten. Auffallend positiv entwickelte sich hingegen die Branche der „sonstigen Dienstleistungen“ im Vertriebssektor, die einen Anstieg von +4 % bei den Vertriebsstellen verzeichnete. Regional gesehen zeigt Mecklenburg-Vorpommern mit einem vergleichsweisen geringeren Rückgang von -4,6 % die stabilste Lage auf dem Markt für Vertriebspositionen. Das sind die zentralen Ergebnisse des jüngsten salesjob-Index, einer Stellenmarkt-Auswertung zum Jobangebot für Vertriebs- und Verkaufsmitarbeiter.

Von Januar bis März 2024 schrieben Arbeitgeber deutschlandweit nahezu 350.000 Stellen für Sales-Spezialisten in Printmedien, auf Online-Jobbörsen und Unternehmenswebsites aus. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres, als noch etwa 385.500 Positionen ausgeschrieben waren, zeigt sich ein Rückgang von -9,3 % — 0,1 % weniger als in der Gesamtwirtschaft.

Das Bild zeigt ein Balkendiagramm mit dem Titel 'Anzahl Stellenangebote', das die Veränderung der Stellenangebote von 2023 zu 2024 darstellt. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 4.474.163 Stellenangebote im Gesamtmarkt. Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang auf 4.062.090 Stellenangebote prognostiziert, was einem Rückgang von 9,2 % entspricht. Im Bereich Vertrieb/Verkauf gab es 2023 insgesamt 385.460 Stellenangebote. Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang auf 349.735 Stellenangebote prognostiziert, was einem Rückgang von 9,3 % entspricht. Die Balkendiagramme verdeutlichen diese Abnahmen mit Pfeilen und Prozentangaben, die die Veränderungen zwischen den beiden Jahren darstellen.

Die personalsuchenden Unternehmen haben im Vergleich zum Vorjahresquartal den Bedarf an Account Managern nur leicht reduziert (-1,9 %). Dagegen verzeichnete der Bedarf an Vertriebsaußendienstmitarbeitern einen Zuwachs von + 5,3 %, während die Nachfrage nach Handelsvertretern ein deutliches Plus von 14,2 % aufweist.

Das Bild zeigt eine Grafik mit dem Titel 'Top-3-Berufsprofile (prozentuale Entwicklung)'. Es illustriert die prozentuale Veränderung der Stellenangebote in drei Berufskategorien: Handelsvertreter (+14,2 %), Vertriebsaußendienst (+5,3 %) und Account Manager/Vertriebsmitarbeiter (-1,9 %). Jede Berufskategorie ist mit einem Symbol dargestellt: eine Aktentasche für Handelsvertreter, eine Person mit Krawatte für Vertriebsaußendienst und eine Person an einem Schreibtisch für Account Manager/Vertriebsmitarbeiter. Die Prozentangaben sind in farbigen Kreisen hervorgehoben: orange für Handelsvertreter, grün für Vertriebsaußendienst und blau für Account Manager/Vertriebsmitarbeiter.

Im ersten Quartal 2024 wurde ein signifikanter Anstieg der Nachfrage des Softskills „Teamfähigkeit“ (+15,9 %) verzeichnet, während das Interesse an „Kommunikationsfähigkeiten“ im Vergleich zum Vorjahr 2023 (-1,8 %) nachließ.

Mehr als -40 % Rückgang in der Informations- und Kommunikationsbranche

Beim Blick auf die Entwicklung der einzelnen Branchen zeigt sich, dass es den höchsten prozentualen Zuwachs im Wirtschaftszweig „sonstige Dienstleistungen“ gab. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres gab es hier eine Steigerung von +4 %, gefolgt vom „Grundstücks- und Wohnungswesen“ mit einem Zuwachs von +2 %. Der Bereich „Information und Kommunikation“ weist hingegen starke Einbußen auf. Die Nachfrage sank im Vergleich zum Vorjahr um -41 % auf insgesamt 34.765 ausgeschriebene Stellen (-24.090 Stellen).

Das Bild zeigt eine Grafik mit dem Titel 'Top-5-Branchen (prozentuale Entwicklung)' sowie einen Abschnitt mit dem Titel 'Größter Verlust'. Die Grafik illustriert die prozentuale Veränderung der Stellenangebote in verschiedenen Branchen: Sonstige Dienstleistungen: +4 % (orange Symbol mit Telefonhörer), Grundstücks- und Wohnungswesen: +2 % (grünes Symbol mit Haus), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen: 0 % (grünes Symbol mit Büchern), Erziehung und Unterricht: -2 % (grünes Symbol mit Person und Kind), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen: -3 % (grünes Symbol mit Auto). Im Abschnitt 'Größter Verlust' wird die Branche 'Information und Kommunikation' hervorgehoben, die einen Rückgang von -41 % verzeichnet (blaues Symbol mit Computerbildschirm)

Beim Vergleich der Bundesländer zeigt sich ein fortlaufender Rückgang bei der Anzahl der ausgeschriebenen Vertriebsstellen. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Quartal mit einemRückgang bei den Stellenausschreibungen von -4,6 %  noch das Bundesland mit der „größten“ Nachfrage nach Vertriebspersonal. Den größten prozentualen Rückgang verzeichnet Sachsen mit einer Abnahme von -17,8 %. In absoluten Zahlen bildet das Saarland das Schlusslicht: Dort waren insgesamt nur 3.129 Stellen im Vertrieb ausgeschrieben.

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte, die die prozentuale Entwicklung der Stellenangebote in den einzelnen Bundesländern darstellt. Die Daten sind wie folgt: Schleswig-Holstein: -10,0 %, Hamburg: -7,2 %, Bremen: -12,8 %, Niedersachsen: -10,1 %, Nordrhein-Westfalen: -10,3 %, Hessen: -7,6 %, Rheinland-Pfalz: -5,7 %, Saarland: -5,5 %, Baden-Württemberg: -13,1 %, Bayern: -9,0 %, Mecklenburg-Vorpommern: -4,6 %, Brandenburg: -12,9 %, Berlin: -6,3 %, Sachsen-Anhalt: -14,8 %, Sachsen: -17,8 %, Thüringen: -6,7 %. Die prozentuale Veränderung ist in den jeweiligen Bundesländern verzeichnet und reicht von -4,6 % in Mecklenburg-Vorpommern bis -17,8 % in Sachsen.

Über den salesjob-Index

Der einmal im Quartal erscheinende salesjob-Index basiert auf Daten unseres Partners index Anzeigendaten (www.anzeigendaten.de), die laufend erfasst und analysiert werden. Berücksichtigung finden ausschließlich online ausgeschriebene Stellenangebote im Vertrieb in Jobbörsen in Deutschland.

Diese Quellen werden in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsteam von index Research quartalsweise aktualisiert und ggf. ergänzt, um möglichst genaue Aussagen zum Vertriebsmarkt treffen zu können. Daher kann es zu leichten Abweichungen im Vergleich zu den bisherigen salesjob-Index-Auswertungen kommen.

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