Anschreiben mit Persönlichkeit: Durch Individualität punkten

Das Internet ist voll davon: Vorgefertigte Bausteine für Bewerbungsanschreiben oder sogar ganze Vorlagen bereit zum Download, wo man praktisch nur noch das Datum ändern muss. Da fragt man sich unweigerlich: Wo bleibt eigentlich die persönliche Note? Immerhin soll das Anschreiben neben dem Lebenlauf einen ersten Eindruck davon vermitteln, was einen Bewerber auszeichnet. Das gilt nicht nur in puncto äußere Form, sondern auch für das geschriebene Wort. Daher Finger weg von Vorlagen. Denn mit solchen Bausteinen kann man kein Anschreiben mit Persönlichkeit kreieren. Zumal jeder halbwegs geübte Personaler eine Vorlage auf den ersten Blick als solche entlarvt.

Anschreiben mit Persönlichkeit

Selbstanalyse für ein Anschreiben mit Persönlichkeit

Für ein überzeugendes Anschreiben, aber auch für eine erfolgreiche Jobsuche insgesamt, führt kein Weg an einer Selbstanalyse vorbei. Was sind meine Schwächen, was meine Stärken? Wodurch zeichnet sich mein Charakter aus? Wie würden meine Freunde mich beschreiben? Derlei Fragen sollte sich jeder Bewerber stellen und auch beantworten können.

Der „rote Faden“ und persönliche Stärken

Egal, wie viele oder auch wechselhafte Stationen man hinter sich gebracht hat: Jede einzelne hat die Persönlichkeit geprägt und dazu geführt, dass man sich jetzt auf genau diese Position bewirbt. Dessen sollte man sich bewusst sein und versuchen, einen roten Faden zu spinnen, der für den Personaler erkennbar zu der angestrebten Stelle führt.

Im Anschreiben zählen längst nicht nur die fachlichen Qualifikationen, sondern auch Soft Skills wie etwa Durchsetzungskraft oder Begeisterungsfähigkeit. Mindestens eine „weiche“ Eigenschaft sollte sich in jeder Bewerbung finden, besser noch zwei. Diese untermauert man mit einem anschaulichen Beispiel aus der eigenen Laufbahn. Im Idealfall wählen Bewerber hier eine Überschneidung zum Anforderungsprofil.

Sich selbst treu bleiben

Ganz klar: Form, Rechtschreibung und Grammatik müssen tadellos sein. Darüber hinaus sollten sich Bewerber aber nicht verbiegen. Für ein Anschreiben mit Persönlichkeit ist es wichtig, den eigenen Schreibstil beizubehalten. Denn wer etwa mit Fremdwörtern nur so um sich wirft, könnte spätestens im Vorstellungsgespräch zumindest auf Verwunderung stoßen.

Fazit: Einige Aspekte der Persönlichkeit dürfen und sollen im Anschreiben untergebracht werden. Das bietet dem Personaler einen ersten Eindruck darüber, ob der Bewerber auf die Stelle und ins Team passt. Im Gegensatz zu vorgefertigten Anschreiben steigt die Chance deshalb immens, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Allerdings nur, sofern man nicht übers Ziel hinausschießt und gleich seine ganze Lebensgeschichte erzählt.

Bild: Anonymous Account | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

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