Personalgewinnung im Vertrieb – Die Trends 2021: schnell, transparent & remote

Passende Bewerber für offene Stellen zu finden – das bereitet so manchem Recruiter ziemliches Kopfzerbrechen. Immer wieder ist die Rede vom Fachkräftemangel und sogar von einem regelrechten Krieg um die besten Kandidaten. Auch der Vertrieb bleibt davon nicht verschont. Gutes Vertriebspersonal gehört zu den besonders begehrten Berufsgruppen auf dem Stellenmarkt. Wie der salesjob-index für Januar 2021 zeigt, richteten sich von insgesamt knapp 900.000 Stellenangeboten allein 13 % an Mitarbeiter im Vertrieb. Dementsprechend schwierig gestaltet sich mitunter die Personalgewinnung im Vertrieb. Ganz besonders, da die Corona-Phase immer noch andauert, Kontaktbeschränkungen an der Tagesordnung sind und Unternehmen ihre Personalbeschaffung teilweise auf Eis gelegt haben. Dabei gibt es durchaus viele Vertriebler, die sich gerade jetzt wechselwillig zeigen. Die Frage ist nur, wie erreicht man die?

Personalgewinnung

Die vergangenen Jahre haben immer wieder neue Trends in der Personalgewinnung hervorgebracht. So etwa das Mobile Recruiting oder Instagram als neuer Recruiting Kanal. Ganz klar, wer als Unternehmen und potenzieller Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen möchte, muss dort präsent sein, wo sich die Bewerber tummeln. Und das ist dieser Tage zumeist die digitale Welt. Vakante Stellen auf mehreren Kanälen und Plattformen auszuschreiben, stellt inzwischen fast eine Selbstverständlichkeit dar. Trotzdem spazieren die zukünftigen Mitarbeiter bloß allein deswegen nicht in Scharen zur Tür herein. Aber das ist keinesfalls ausschließlich einem Mangel an passenden Kandidaten geschuldet. Manchmal legen sich Unternehmen im Recruiting Prozess nämlich selbst Steine in den Weg, weil sie ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse nicht richtig im Blick haben. Denn bei der Personalgewinnung im Vertrieb kommt es auf mehr an, als nur Trends zu bedienen.

Die Stellenanzeige als Ausgangspunkt der Personalgewinnung im Vertrieb

Wer die Personalauswahl nicht als Glücksspiel betreiben möchte, muss immer mehrere Aspekte berücksichtigen. Die Suche nach Personal beginnt in den meisten Fällen immer noch mit der Stellenanzeige. Sie hält wesentliche Informationen bereit und bildet den Ausgangspunkt, um überhaupt Kontakt mit Bewerbern aufzunehmen. Aber eine optimale Stellenanzeige zu gestalten, die aus der Masse hervorsticht, ist nicht so einfach, wie man glauben mag. Hand aufs Herz – schaut man sich Jobinserate an, hat sich zwar einiges getan. Dennoch klingen viele Stellenangebote irgendwie immer gleich. Austauschbare Standardworthülsen und schicke, aber nichtssagende Bilder wirken wenig attraktiv auf Bewerber. Wie wäre es stattdessen mit einer Stellenanzeige per Video? Das Medium Video liegt im Trend und findet bei potenziellen Kandidaten viel Anklang. Ein kurzes Video bietet eine hervorragende Möglichkeit, die wichtigsten Informationen zum Job auf ansprechende Weise zu präsentieren.

Mehr Geschwindigkeit bei der Personalgewinnung

Mit einer Anzeige allein ist es aber keinesfalls getan. Der Bewerbungsprozess insgesamt hat Einfluss darauf, ob Maßnahmen zur Personalbeschaffung von Erfolg gekrönt sind. Selbst im digitalen Zeitalter, wo doch eigentlich alles schnell mit ein paar Klicks erledigt sein sollte, gestalten sich Bewerbungsprozesse oftmals zäh und langwierig. Bewerber warten wochenlang auf ein Feedback, wenn überhaupt eins kommt. Das zeugt von wenig Wertschätzung und sollte sich gerade im Vertrieb von selbst verbieten. Wer von einem zukünftigen Mitarbeiter kundenorientiertes Handeln erwartet, muss diesen Grundsatz auch bei der Personalgewinnung anwenden. Es gilt nicht nur »Der Kunde ist König!«, sondern ebenso »Candidate first!«.

Moderne Bewerbermanagement-Systeme vereinfachen an dieser Stelle einerseits das Einreichen von Bewerbungsunterlagen. Auf der anderen Seite erleichtern sie den ersten Kontakt, erlauben zügige Rückmeldungen und verschlanken den Verwaltungsaufwand insgesamt. Die Digitalisierung wird über kurz oder lang dafür sorgen, dass die klassische Bewerbungsmappe vermutlich ganz verschwindet. Außerdem hat sie die Voraussetzung geschaffen, Jobinterviews remote mittels Videokonferenz zu führen. Das spart Zeit, Geld und weite Anfahrtswege und hilft – selbst während einer Pandemie – Personal zu gewinnen.

Welchen Einfluss hat das Employer Branding auf das Recruiting?

Stellenanzeige und der Ablauf des Bewerbungsprozesses sind das eine. Wenn es um Personalgewinnung geht, ist ein Schlagwort nicht mehr wegzudenken: Employer Branding. Das Image als Arbeitgeber spielt bei der Entscheidung für einen Job inzwischen eine weit größere Rolle, als in der Vergangenheit. Neben einer angemessenen Vergütung zählen heutzutage verstärkt Werte. Mitarbeiter möchten sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können. Sie wollen einen Job, der Freude macht, zu ihren Fähigkeiten passt und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Dadurch kann die Arbeitgebermarke zum entscheidenden Alleinstellungsmerkmal werden, um Kandidaten zu finden, die gut zum Unternehmen passen. Employer Branding dient als Werbung – keine Frage. Aber die muss halten, was sie verspricht. Beim Arbeitgeberimage kommt es vor allem auf Transparenz und Authentizität an. Es genügt nicht, nur einen schönen Schein nach außen zu tragen. Das bedeutet nicht zuletzt, dass die Personalgewinnung nicht für sich allein stehen darf, sondern mit der gesamten Personalpolitik und Unternehmensphilosophie Hand in Hand geht.

Fazit

Die Personalgewinnung im Vertrieb 2021 wird von der Digitalisierung geprägt sein, die Abläufe effizienter machen kann. Im Mittelpunkt aller Bemühungen aber stehen die Kandidaten und damit die Mitarbeiter von morgen. Sich mit der Zielgruppe zu befassen und deren Wünsche und Anforderungen an den neuen Job zu verstehen, bringt den entscheidenden Vorteil im Recruiting. Ganz besonders im Vertrieb!


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Gender-Hinweis
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Beitragsbild: Adobe Stock | fizkes

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