Rückkehr in den alten Job: Ehrlichkeit ist angesagt

Wer eine Rückkehr in den alten Job anstrebt, hat vermutlich in vielen Fällen zuvor selbst gekündigt – in der Hoffnung auf mehr Verantwortung, mehr Gehalt oder mehr Flexibilität. Im neuen Job mag zunächst auch alles besser erscheinen: Die Kollegen sind herzlich, die Aufgaben erscheinen spannender und sogar das Internet ist schneller. Meist hält diese Phase, in der alles toll ist, weil es neu ist, jedoch nur einige Wochen oder wenige Monate an.

Rückkehr in den alten Job

Und dann? Stellt man nicht selten fest, dass beim alten Arbeitgeber doch nicht alles so schlecht war. Manchmal erscheint die Rückkehr in den alten Job sogar als einzige Alternative. Doch wie findet man den Weg zurück, ohne sein Gesicht zu verlieren oder ein unbehagliches Gefühl? Und wie verfasst man ein Anschreiben aus dieser Situation heraus?

Rückkehr in den alten Job ist oft sogar unproblematisch

Zunächst einmal sollten sich Bewerber vor Augen halten, dass es sehr viel schlechtere Ausgangspositionen für eine Bewerbung gibt. Es sei denn, man hat sich im Streit getrennt! Das zeigt auch eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half. Denn ganze 81 Prozent der deutschen Unternehmen gaben darin an, einem ausgeschiedenen Mitarbeiter eine zweite Chance zu geben.

Was muss man im Anschreiben beachten?

Ungeachtet dessen stellt das Anschreiben natürlich dennoch eine gewisse Herausforderung dar. Einfacher wird es, wenn Bewerber den einen großen Vorteil nutzen, den andere Bewerber nicht haben: Sie kennen die Leute, im besten Fall den ehemaligen und vielleicht zukünftigen Vorgesetzten, gut. Wenn noch dazu ein gutes Verhältnis bestanden hat, sollte ein Anruf, in dem man sich nach der Stelle erkundigt und Interesse bekundet, nicht das Problem sein. Vieles kann vielleicht schon im Vorhinein geklärt werden, so dass die Bewerbung letztlich zur Formsache wird.

Im Anschreiben kann dann zuallererst auf das Telefonat Bezug genommen werden. Im Anschluss gilt es, sich selbst so gut wie möglich zu verkaufen. Das heißt, die in der Zwischenzeit erworbenen Fähigkeiten zu verdeutlichen, ganz wie in jedem anderen Anschreiben auch.

Ehrlichkeit ist Trumpf

Zugleich ist es wichtig, ehrlich zu sein und gute Gründe für seinen Rückkehrwunsch anzugeben. Natürlich ohne den aktuellen Arbeitgeber schlecht zu machen. Die Motivation muss letztlich vielleicht sogar deutlicher werden als bei einer regulären Bewerbung ohne Vorgeschichte.

Bild: Laura Brunow Miner | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

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