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Jobwechsel: Wann ist der beste Zeitpunkt?

In vielen Unternehmen finden am Jahresende Mitarbeitergespräche statt, wo die erbrachten Leistungen, Wünsche und Probleme mit dem Vorgesetzten besprochen werden können. In Vorbereitung darauf stellt sich manch einer die Frage, ob er weiterhin im Unternehmen bleiben will. Frei nach dem Motto „Neues Jahr, neues Glück“, möchte er sich einer neuen Herausforderung stellen. Wann ist ein Jobwechsel angebracht? Ab wie viel Jahren Betriebszugehörigkeit lohnt es sich, woanders neu anzufangen?

Jobwechsel: Was sollte man bedenken?

Gründe, einen Wechsel des Arbeitgebers anzustreben, gibt es natürlich immer wieder. Sie sind hier alle wunderbar benannt. Ob es immer sinnvoll ist? Schauen Sie in Ihren Lebenslauf! Wie ist die Verweildauer in Ihren letzten Arbeitsverhältnissen? Tendenziell eher unter zwei Jahren? Und das mehrmals hintereinander? Dann könnte es sein, dass die Unzufriedenheit mit den jeweiligen Jobs eher an Ihnen liegt als am jeweiligen Arbeitgeber. Aber das müsste man im Einzelfall genauer (und vor allem wesentlich konkreter!) anschauen, als das hier im öffentlichen Raum möglich ist.

Dass man sich auf Mitarbeitergespräche vorbereitet, ist gut und richtig. Mehr noch: Es ist sogar absolut notwendig. Allerdings sollte man bei diesen vorbereitenden Gedanken sich in erster Linie die Frage stellen, wie man im Unternehmen das nächste Jahr gemeinsam gestalten will. Die Frage, ob ein Jobwechsel anstehen könnte, sollte oder gar müsste, würde ich von diesen Vorbereitungen trennen. Warum ich mich für eine Trennung der Themen „Berufliche Zukunftsplanung“ und „Jahresgespräch“ ausspreche? Das eine hat mit dem anderen nur mittelbar zu tun.

Ist es woanders wirklich besser?

Die Entscheidung für einen Jobwechsel sollte man, wenn irgend möglich, nie aus einer Augenblickslaune heraus treffen. Zu groß ist die Gefahr, dass man sich selber in Zugzwang bringt und damit für das eigene Leben unvorteilhafte Entscheidungen fällen muss. Wer sich gedanklich zu intensiv mit Unzufriedenheit und Wechselabsichten beschäftigt, der läuft Gefahr, im Gespräch dem Chef die Pistole auf die Brust zu setzen, wenn es nicht so läuft, wie man sich das wünscht. Die Antwort „Wenn Sie meinen … Reisende soll man nicht aufhalten!“ wäre dann der Schuss, der nach hinten losginge.

„Neues Jahr, neues Glück!“ suggeriert, dass woanders alles besser ist. Das kann so sein, muss es aber nicht. Vernünftiger wäre es zuerst nachzudenken, welches berufliche Glück man denn eigentlich sucht, was davon im eigenen Unternehmen zu finden wäre und woran man merkt, dass die Begeisterung für einen neuen Arbeitsplatz nicht nur in der optische Täuschung liegt, die das Gras des Nachbarn grüner erscheinen lässt als das des eigenen Gartens.

17.12.2014

Bild: Victor | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

24. Oktober 2016|SalesCareer|