Der Firmenwagen im Vertrieb: Benefit für den Außendienst

Etwa 12 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland fahren einen Firmenwagen. Rund 13 Prozent aus der Technik nutzen ein Dienstfahrzeug, in der IT sind es zehn Prozent. Mit über 22 Prozent am häufigsten verbreitet ist der Firmenwagen im Vertrieb.

Firmenwagen im Vertrieb

Bei den Führungskräften nutzen am meisten die Vertriebsleiter ein Firmenfahrzeug. Sie kommen auf eine Verteilung von 78 Prozent, unter den Niederlassungsleitern sind es 72 Prozent. Die Geschäftsführer steigen zu 68 Prozent in einen Dienstwagen ein.

Firmenwagen im Vertrieb: Wichtiger Anreiz für Außendienstler

Die höchste Verbreitung gibt es nach Branchen im Großhandel. Dort gewähren 26 Prozent der Betriebe diesen Vorteil. Einen Anteil von unter zwei Prozent gibt es in Krankenhäusern, in der Kultur und in der öffentlichen Verwaltung. Über 50 Prozent der männlichen Führungskräfte nutzen einen dienstlichen Wagen, nur 27 Prozent der weiblichen Führungskräfte kommen in diesen Genuss. Die beliebtesten Wagen stammen von VW, Audi, BMW und Mercedes. Auf diese Marken entfallen 68 Prozent der in Deutschland zugelassenen Firmenwagen.

Aus den Zahlen wird klar, dass die Verbreitung von Firmenwagen im Vertrieb besonders häufig ist. Das ist angesichts der mobilen Einsätze und der Kundentermine vor Ort verständlich. Ohne dienstliches Fahrzeug lassen sich die Wege zum Kunden kaum bewerkstelligen. Doch nicht nur im Verkauf ist dieser Benefit gerne gesehen. Auch im technischen Kundendienst fahren viele Mitarbeiter einen Dienstwagen.

Enger Zusammenhang zwischen Position und Fahrzeugwert

Auffallend ist der offensichtliche Zusammenhang zwischen dem Wert des Wagens und der bekleideten Position im Unternehmen. Der technische Kundendienst ist oft mit einem Firmenfahrzeug unterwegs, dessen Wert bei rund 30.000 Euro liegt. Doch gerade Wagen der höheren Preisklassen sind ein Statussymbol und werden als solche gewertet. Sie dienen dann der Außendarstellung eines Unternehmens und sind schon deshalb recht teuer.

Bei einem Jahreseinkommen von über 90.000 Euro beträgt der Listenpreis des Wagens rund 49.000 Euro. Wer rund 60.000 Euro jährlich verdient, fährt ein Firmenfahrzeug im Wert von 30.000 Euro. Über alle Branchen hinweg sind die teuersten Firmenwagen im Marketing, im Bereich PR und in der Unternehmensentwicklung zu finden. Dort haben die Wagen im Durchschnitt einen Listenpreis von über 40.000 Euro. Mit rund 37.000 Euro bewegt sich die IT-Branche auf dem zweiten Platz.

Natürlich bieten Fahrzeuge im Hochpreissegment mehr Sicherheit und Komfort und sind somit auf Langstrecken zu empfehlen. Gerade im Außendienst finden sich deshalb vermehrt teure Firmenwagen, selbst wenn der Mitarbeiter noch keine Führungsposition im Topmanagement innehat.

Diese Besonderheiten gelten für die Nutzung

Der Firmenwagen ist eine der beliebtesten Zusatzleistungen des Arbeitgebers. Trotzdem birgt die Nutzung nicht nur Vorteile für den Mitarbeiter. Unabhängig davon, ob es sich um eine Führungskraft im Topmanagement oder um einen Arbeitnehmer im Vertrieb und im Außendienst handelt, ist zu klären, ob das Fahrzeug ergänzend zu den dienstlichen Fahrten auch privat genutzt werden darf. In der Regel ist das der Fall, allerdings sollte der Arbeitgeber eine klare Regelung vereinbaren.

Der Wagen stellt ein zusätzliches Einkommen dar, das der Mitarbeiter mit dem Wert des Firmenfahrzeugs versteuern muss. Er muss deshalb den Anteil der privaten Fahrten ausweisen, um die private und geschäftliche Nutzung sauber zu dokumentieren.

Welche steuerlichen Auswirkungen sich durch den Wagen ergeben, muss immer im Einzelfall geklärt werden. Hier hilft ein Steuerberater, er kann den geldwerten Vorteil berechnen. Er erhöht das zu versteuernde Einkommen des Mitarbeiters unmittelbar. Diesen Nebeneffekt eines Dienstwagens sollte man als Arbeitnehmer unbedingt berücksichtigen.

18.10.2016

Siehe auch: Dienstwagen für Außendienstler wichtiger als Gehalt

Bild: Minerva Studio | shutterstock.com

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