Qualität und Preis: Die Lust auf Luxus

Auch Sie kennen gewiss die alte Volksweisheit: „Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.“ Selbst in trüben Zeiten, wenn Pleiten sich häufen und die Arbeitsämter Hochbetrieb verzeichnen – den Anbietern von Luxusgütern bleiben die Kunden selten aus. Beispielsweise fanden in den USA im Jahre 2007 trotz hohem Ölpreis, steigender Zinsen und Hypo-Krise Luxusgüter reißenden Absatz! Hierbei spielt der Zusammenhang von Qualität und Preis eine nicht unerhebliche Rolle.

Qualität und Preis

Lust auf Luxus & Dominanz der Discounter

Auf der anderen Seite haben wir auch einen ganz anderen Spruch im Ohr: „Geiz ist geil“. So schossen in den letzten Jahren unzählig viele Discounter aus dem Boden. Selbst vor der Touristikbranche hat dieses Phänomen nicht Halt gemacht. Auch hier bestimmen Rabattierung, Preis- und Billigpromotion das alltägliche Geschäft.

Und nun werden Sie sich fragen: Was stimmt? Oder gibt es zwei Wahrheiten? Ja, es gibt zwei Wahrheiten. Und die gab es schon immer. Es gibt bei jedem Produkt einen Holzroller und einen Mercedes! Beides kann gleichermaßen erfolgreich sein. Das Luxusprodukt und das Billigprodukt. Beides gleichzeitig geht aber nicht. So werden bei ALDI & Co. weiterhin Billigprodukte angeboten. Und bei Versace & Co finden Sie teure Designerklamotten. Aber Sie werden keine Versace-Klamotten bei ALDI kaufen können und keine Billigbutter bei Versace.

Verknüpfung zwischen Qualität und Preis

Für höchste Ansprüche muss auch die gesamte Umgebung höchsten Komfort bieten. Denn beim Kunden erfolgt zuerst unbewusst eine Verknüpfung zwischen Qualität und Preis. Dann prüft er, ob das Verhältnis stimmt. Alles muss gleich hochwertig sein: Preis, Produkt, Service …und insbesondere der Verkäufer! Wenn alles stimmig ist – dann kauft der Kunde.

Daher kann und darf der Preis eines hochwertigen Produktes nicht niedrig sein. Deswegen muss auch hochwertiger verkauft werden. Das heißt, der Verkäufer muss mehr können als nur die FACHberatung. Hier geht es nicht nur um  den bloßen Gebrauchswert. Sondern es wird wird ein Mehr-Wert in allen Dimensionen verkauft: Image, Service, persönliche Beratung, Beziehung und die Sicherheit, etwas Besonderes zu bekommen.

So ist es möglich, Essiggurken im Vorratsglas im Supermarkt für ein paar Cent zu verkaufen. Oder aus der trendigen Dose als gesunder Snack für zwischendurch im Sportstudio. Dort zahlen Fitnessbewusste bis zu zwei Euro für eine sogenannte „Get-One“-Gurke.

Sie sehen, alles hat seinen Preis – den billigen und den teuren. Bei beidem muss es nur stimmig sein. Dann klappt’s. Probieren Sie’s!

Micaela Bergemann

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Bild: PhotoMIX-Company | pixabay.com | Ausschnitt

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