Arbeitswelt

Jobzufriedenheit 2014

Die deutschen Arbeitnehmer sind zwar insgesamt zufriedener in ihrem Job als noch vor einem Jahr – trotzdem planen 42 Prozent einen Arbeitgeberwechsel in den nächsten 12 Monaten. Das hat die aktuelle Studie zur Jobzufriedenheit 2014 der ManpowerGroup Deutschland ergeben, für die im April 1.000 deutsche Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt wurden. Die Jobzufriedenheit konnte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozentpunkte zulegen und liegt nun bei 55 Prozent.

Leichter Aufwärtstrend durch bessere Rahmenbedingungen

Die Spanne zu dem vergleichsweise guten Ergebnis des Jahres 2012 ist damit nach wie vor groß: Vor zwei Jahren gaben 65 Prozent der Beschäftigten an, mit ihrem Job zufrieden zu sein.

Der leichte Aufwärtstrend, der jetzt zu beobachten ist, ist laut ManpowerGroup darauf zurückzuführen, dass sich einige Rahmenbedingungen verbessert haben. So gaben 45 Prozent an, dass die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten werden, das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ebenfalls 45 Prozent der Befragten, und damit ein Anstieg um drei Prozent, lobten die faire Bezahlung. Ein weiterer Grund für die höhere Jobzufriedenheit ist die Möglichkeit flexibler Arbeitszeit, wie 39 Prozent der Befragten angaben. Einen deutlichen Anstieg gab es bei denjenigen, die von regelmäßigen Weiterbildungen profitieren: Die Zahl stieg von 31 auf 37 Prozent.

Arbeitnehmer wünschen sich ein höheres Gehalt

Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManPowerGroup ist sich sicher, dass bei den Arbeitgebern ein Umdenken stattfindet:

Sie müssen um ihre Fachkräfte kämpfen. Deshalb erhalten Themen wie Work-Life-Balance und angemessener Lohn mehr Gewicht. Trotzdem gibt es noch viel Handlungsbedarf, denn noch immer arbeitet laut der Studie mehr als die Hälfte länger als vereinbart oder fühlt sich nicht fair entlohnt.

Das Gehalt ist so auch der Hauptgrund dafür, dass die Wechselwilligkeit deutscher Arbeitnehmer nach wie vor sehr hoch ist. Von den 42 Prozent derjenigen, die angaben, in den nächsten 12 Monaten den Arbeitgeber wechseln zu wollen, wünschen sich 22 Prozent einen besser bezahlten Job.

Erst mit einigem Abstand folgen mangelnde Leistungsanerkennung (12 Prozent) oder fehlende Abwechslung (10 Prozent).

Die Arbeitnehmer nennen heute weniger konkrete Gründe für Unzufriedenheit, trotzdem sind viele auf dem Absprung. Die Chefs müssen deshalb mehr in eine dauerhafte Personalbindung investieren, ihren Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen und klarstellen, dass niemand einfach austauschbar ist.“, so Herwarth Brune.

Quelle: ManpowerGroup Deutschland

Siehe auch: Jobwechsel: Jede zweite Fach- und Führungskraft offen für Angebote

Bild: .v1ctor Casale. | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

24.04.2014

2017-03-24T12:44:34+00:00 24. Oktober 2016|Arbeitswelt|