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Kaufkraft

Kaufkraft ist die Gütermenge, die mit einer Geldeinheit erworben werden kann. Die Höhe der Kaufkraft richtet sich nach dem durchschnittlichen Preisniveau. Je höher der Preis, desto niedriger die Kaufkraft. Die Höhe der Kaufkraft wird in Deutschland vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Dazu wird regelmäßig der Wert eines repräsentativen Warenkorbs ermittelt, in dem sich Waren des täglichen Bedarfs, der Gebrauchs- und Luxusgüter befinden.

Kaufkraft eng an Haushaltseinkommen gekoppelt

Verliert der Wert dieses Warenkorbes an Wert, so wird von Inflation gesprochen, gewinnt er, so ist das ein Zeichen für Deflation. Verglichen wird die nationale mit der internationalen Kaufkraft einer Währung anhand der Kaufkraftparität. Außerdem ist die Kaufkraft eng an das Einkommen eines Haushaltes gekoppelt, denn die Kaufkraft ist genau das für Konsum verbleibende Einkommen, wenn alle regelmäßigen Zahlungen wie Miete, Versicherungen und ähnliches beglichen sind.

Regionale Gemeinsamkeiten der Kaufkraft

Bei der Kaufkraft werden aber auch regionale Unterschiede einbezogen. In Deutschland gibt es Regionen mit relativ homogener Kaufkraft, welche in der Marktforschung als Nielsen-Gebiete bezeichnet werden.

Diese Gebiete mit einheitlicher Kaufkraft sind von besonderer Wichtigkeit für Vermarktung, Absatz und Vertrieb von Waren und Dienstleistungen. Nur wenn die Unternehmen um die Kaufkraft in jeder Region wissen, können sie sich nach den Bedürfnissen des Marktes richten und die Produktion und Entwicklung von Gütern an die Kaufkraft ihrer Kunden anpassen!

Bild: gosheshe | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

2017-01-10T15:40:34+00:00 24. Oktober 2016|saleslexikon|