Bewerbung im Medizintechnik-Vertrieb

Die Medizintechnik gehört zu den innovativsten und aufstrebendsten Branchen in Deutschland. Der Industriezweig erwartet erneut ein weltweites Umsatzwachstum. Damit steigt auch der Bedarf nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. Darüberhinaus verstärken viele Unternehmen ihre Vertriebsteams. Die Bewerbung im Medizintechnik-Vertrieb kann eine Herausforderung sein. Denn in den meisten Fällen kommt es darauf an, sowohl den fachlich medizintechnischen Hintergrund als auch Vertriebserfahrung und –erfolge nachzuweisen, ohne den Rahmen einer Seite zu sprengen.

Bewerbung im Medizintechnik Vertrieb

Im ersten Satz auf Einstiegsfloskeln verzichten

Am besten starten Bewerber ihr Anschreiben für die Bewerbung im Medizintechnik-Vertrieb ohne Umschweife und mit einem schlagkräftigen Argument. Die entsprechende Inspiration und wichtige Anhaltspunkte für einen starken ersten Satz liefert das Stellenangebot.

Das Unternehmen eröffnet das Anforderungsprofil etwa so:

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich Maschinenbau oder Elektrotechnik erforderlich.

Der entsprechende Einstiegssatz kann wie folgt formuliert werden: „Vor drei Jahren beendete ich das Studium der Elektrotechnik und bin aktuell bei der XY GmbH für den Vertrieb von Kabelsystemen verantwortlich.“

Das Unternehmen schreibt im Aufgabenprofil:

  • Führen von Verhandlungen mit Entscheidungsträgern in Kliniken bis zum Geschäftsabschluss.

Hier kann ein erster Satz lauten: „Als Vertriebsbeauftragter bei der XY AG bewege ich mich seit zehn Jahren im Klinikumfeld und bringe viel Erfahrung im Umgang mit Entscheidungsträgern mit. Das stellte ich zuletzt unter Beweis, als ich …“

Erfolge mit Beispielen aus der Laufbahn belegen

Beweis ist das Stichwort, worauf es im Anschreiben ankommt. Jede beschriebene Fähigkeit sollte belegt werden. Für den Personalverantwortlichen handelt es sich sonst lediglich um eine Behauptung, die er nicht überprüfen kann. Daher ist es bereits im zweiten Abschnitt des Anschreibens ratsam, eigene Erfolge in der bisherigen Laufbahn zu dokumentieren. Und zwar nicht, ohne die entsprechenden Anknüpfungspunkte zur angestrebten Position zu berücksichtigen.

Dabei hilft es sich zu fragen: Was möchte der Personaler wissen? Welche Informationen benötigt er und welche sind zu vernachlässigen? Um diese Fragen zu beantworten, ist ein Blick in das Aufgabenprofil sinnvoll. Denn in diesem Abschnitt des Anschreibens erhalten Bewerber die Gelegenheit, dem Personaler zu zeigen: „Das kann ich!“ oder „Darin bin ich besonders gut!“.

Im Bereich Aufgaben heißt es etwa:

  • Umsetzung von nationalen Vertriebsstrategien in entsprechende Vertriebsmaßnahmen und deren erfolgreiche Ausführung in der zugeordneten Region.

Hier kann man beispielsweise schreiben: „Aktuell bin ich für die Umsetzung der Vertriebsstrategien in der D-A-CH-Region zuständig. Bereits im ersten Jahr konnte ich den Umsatz um 20 Prozent steigern und eine der größten Klinikgruppen in der Schweiz als Neukunden gewinnen.“

Damit das Anschreiben nicht den Rahmen sprengt, genügen maximal zwei bis drei Sätze in diesem Stil.

Die Motivation für eine Bewerbung im Medizintechnik-Vertrieb

Im Anschluss sollten sich Bewerber ganz gezielt der Motivation widmen. Also den Beweggründen, sich auf genau diese Position in diesem Unternehmen zu bewerben. Auch hier hilft es, sich am Stellenangebot zu orientieren. Gibt es zum Beispiel Aufgaben, die besonders spannend sind? Oder Entwicklungsperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten, die der aktuelle Job nicht bietet?

Im Jobangebot steht:

  • Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die vollständige Planung und Organisation von Kongressen sowie internen und externen Vertriebstagungen.

Ein hierzu passender Satz wäre: „Erst kürzlich beendete ich den Zertifikatslehrgang Eventmanager IHK. In Kombination mit meiner Vertriebs- und Führungserfahrung sehe ich mich dadurch optimal auf die Aufgaben als Teamleiter im Vertriebsinnendienst vorbereitet.“

Im vorletzten Abschnitt kann es erforderlich sein, eine Gehaltsvorstellung zu nennen sowie das nächstmögliche Eintrittsdatum, sofern dies im Stellenangebot vermerkt ist. Der letzte Satz darf selbstbewusst klingen. Beispielsweise so: „Ich freue mich darauf, Sie auch im persönlichen Gespräch von mir zu überzeugen.“

Bild: Bruno Glätsch | pixabay.com

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