Der Einstieg ins Berufsleben und die Vorbereitung darauf

Der Einstieg ins Berufsleben ist sicherlich einer der einschneidendsten Momente im Leben eines jungen Menschens. Das gilt für die Generation Y genauso wie für jede Generation davor. Während Ausbildungsberufe mit der „Lehre“ eine gewisse Übergangsphase haben, stehen gerade Absolventen einer Hochschule oft vor einer ganz neuen Situation. Das erste eigene Geld bringt auch weitere Pflichten mit sich. Die meisten Familienversicherungen entfallen, es müssen Steuern und Sozialversicherungsabgaben gezahlt werden.

Einstieg ins Berufsleben

Der Einstieg ins Berufsleben beginnt mit der Bewerbung

Nach einem Studium oder einer Ausbildung sollte man sich schon mal Gedanken gemacht haben, welche Unternehmen für den Einstieg ins Berufsleben in Frage kommen. Dabei sind Renommee und Lage des Unternehmens sowie die eigenenen Ziele sicherlich Faktoren, die eine Rolle spielen. Auch über die Strategie bei der Bewerbung sollte man sich Gedanken machen. Wobei ein „Ich möchte bei Ihnen arbeiten, weil ich dann nur zwei Stationen mit der S-Bahn fahre“ nur in den seltensten Fällen gewinnbringenden Charme entfaltet. Dieser eminente Schritt bedarf in jedem Fall einer durchdachten Planung.

Unsere Blogautorin Sabine Kanzler hat ein Buch zur strategischen Karriereplanung verfasst. Dieses enthält auch einen kompletten Bewerbungsratgeber. Und zwar nicht das übliche „Man-nehme-Kochbuch“, sondern eine Anleitung zur individuellen perfekten Bewerbung – für jede Karrierestufe. Mit im Buch: Wertvolle Tipps zum Arbeitsmarkt, zu Stellenbörsen und was Headhunter und Personalberatungen eigentlich sind und vieles mehr. Vielleicht ja auch ein nützliches Geschenk. Den Ratgeber stellen wir in unserem Blogartikel Erfolgskonzept bei der Jobsuche näher vor.

Was beim Einstieg ins Berufsleben auch wichtig ist:

• Versicherungen

Nach erfolgreicher Bewerbung und mit einem unterschriebenen Arbeitsvertrag in der Tasche kommt der Tag der Arbeitsaufnahme. Dabei sieht das Gesetz vor, dass man dem Arbeitgeber innerhalb von 14 Tagen eine Krankenversicherung nennen muss. In der Regel ist es auch die Krankenkasse, bei der bereits die Familienversicherung bestand. Da sich die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen in einigen Details unterscheiden, kann aber auch ein Wechsel sinnvoll sein. Die gesetzliche Krankenkasse rechnet auch alle anderen Sozialversicherungsbeiträge ab. Nur für die wenigsten Berufsanfänger wird eine private Krankenkasse in Frage kommen.

Ganz wichtig für den Berufsanfänger ist eine private Haftpflichtversicherung. Wenn die Familienmitversicherung entfällt und auch sonst kein Versicherungsschutz besteht – sofort abschließen. Kostet nicht viel – ist aber wichtig. Ebenfalls überlegenswert ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Mehr zum Thema findet man bei der Stiftung Warentest.

• Banken & Vorsorge

Fast alle Berufsanfänger werden beim Einstieg ins Berufsleben bereits ein Girokonto besitzen. Auch das Leben davor wurde ja mit Zahlungen bestritten. Trotzdem kann ein Weg zur Bank sinnvoll sein. Denn wer früh für das Alter vorsorgt, hat hinterher mehr. Obwohl man dafür ggf. die Probezeit abwarten kann. Was nicht warten sollte: Betriebliche Altersvorsorge. Viele Arbeitgeber bieten Betriebsrenten als Benefit. Aber man sollte sich Verträge und Zusatzleistungen genau anschauen. Wenn eine gute Vorsorge dabei ist: Bestehende Verträge kann man zum nächsten Arbeitgeber mitnehmen. Auch hier ist die Stiftung Warentest eine gute Informationsquelle.

• Steuer

Die Steuerkarte gibt es nicht mehr. Auch die ersatzweise Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug soll zukünftig entfallen und durch das elektronische Verfahren ELStAM abgelöst werden. Dann bezieht der Arbeitgeber alle Steuermerkmale elektronisch. Bei erstmaliger Arbeitsaufnahme im Jahr 2013 musste man aber die Ersatzbescheinigung noch beim Finanzamt beantragen. Vereinfachungen gibt es für Auszubildende. Insbesondere wenn nur Teile des Jahres nichtselbstständig gearbeitet wird, kann durch eine Einkommenssteuererklärung viel Geld vom Finanzamt zurückerstattet werden. ELSTER – Ihre elektronische Steuererklärung

• Rundfunkbeitrag

Mit der Novelle der Rundfunkgebühren im Jahr 2013 entstand für jeden Haushalt die Rundfunkgebührenpflicht – jetzt Rundfunkbeitrag genannt – unabhängig von der Bereitstellung eines klassischen Rundfunkempfängers. Mit eigenem Einkommen und eigenem Haushalt ist der Beitrag auf jeden Fall zu zahlen. Mehr unter rundfunkbeitrag.de.

Beitragsbild: geralt | pixabay.com

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