Arbeitswelt

Berufseinstieg und die Vorbereitung darauf

VP_rel_Kanzler_Klappen_03aDer Einstieg in das Berufsleben ist sicherlich einer der einschneidendsten Momente im Leben eines jungen Menschens – das gilt für die Generation Y genauso wie für jede Generation davor. Während Ausbildungsberufe mit der „Lehre“ eine gewisse Übergangsphase haben, sind gerade Absolventen einer Hochschule oft vor eine ganz neue Situation gestellt. Das eigene Geld zieht auch weitere Pflichten nach sich – die meisten Familienversicherungen entfallen, es müssen Steuern und Sozialversicherungsabgaben gezahlt werden – die Befreiung von der GEZ-Gebühr bzw. ab 1.1.2013 „Rundfunkbeitrag“ entfällt und der Beitrag ist zu zahlen.

Der erste Schritt ist die Bewerbung

Nach einem Studium oder eine Ausbildung sollte man sich schon mal Gedanken gemacht haben, welche Unternehmen für den ersten Schritt ins Berufsleben in Frage kommen – Renommee, Ziele und Lage sind sicherlich Faktoren, die dabei zu beachten sind. Auch für die Strategie bei der Bewerbung sollten Sie sich darüber Gedanken machen – wobei „ich möchte bei Ihnen arbeiten, weil ich dann nur zwei Stationen mit der S-Bahn fahre“ nur in den seltensten Fällen einen gewinnbringenden Charme entfalten wird. Dieser eminente Schritt bedarf in jedem Fall einer durchdachten Planung.

Unsere Blogautorin Sabine Kanzler-Magrit hat ein Buch zur strategischen Karriereplanung verfasst, dieses enthält auch einen kompletten Bewerbungsratgeber – nicht das übliche Man-nehme-Kochbuch, sondern eine Anleitung zur individuellen perfekten Bewerbung – für jede Karrierestufe. Mit im Buch: Wertvolle Tipps zum Arbeitsmarkt, zu Stellenbörsen und was Headhunter und Personalberatungen eigentlich sind und vieles mehr. Vielleicht ja auch ein nützliches Geschenk. Den Ratgeber gibt es zum Beispiel beim Verlag Vahlen.

Versicherungen

Nach erfolgreicher Bewerbung und einem unterschriebenen Arbeitsvertrag kommt der Tag der Arbeitsaufnahme – das Gesetz sieht vor, dass Sie dem Arbeitgeber innerhalb von 14 Tagen eine Krankenversicherung nennen müssen. In der Regel ist es auch die Krankenkasse, bei der bereits die Familienversicherung bestand. Da sich die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen in einigen Details unterscheiden, kann aber auch ein Wechsel sinnvoll sein. Die gesetzliche Krankenkasse rechnet auch alle anderen gesetzlichen Sozialversicherungen ab. Nur für die wenigsten Berufsanfänger wird eine private Krankenkasse in Frage kommen.

Ganz wichtig für den Berufsanfänger: die private Haftpflichtversicherung. Wenn die Familienmitversicherung entfällt und auch über den Lebensgefährten kein Versicherungsschutz besteht – sofort abschließen. Kostet nicht viel – ist aber wichtig. Auch überlegen: Berufsunfähigkeitsversicherung. Mehr zum Thema finden Sie bei der Stiftung Warentest.

Banken & Vorsorge

Fast alle Berufsanfänger werden bereits ein Girokonto besitzen – auch das Leben davor wurde ja mit Zahlungen bestritten. Trotzdem kann ein Weg zur Bank sinnvoll sein – wer früh für das Alter vorsorgt, hat hinterher mehr. Obwohl man dafür ggf. die Probezeit abwarten kann. Was nicht warten sollte: betriebliche Altersvorsorge – fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach. Aber schauen Sie sich Verträge und Zusatzleistungen genau an. Wenn eine gute Vorsorge dabei ist: Bestehende Verträge können Sie zu ihrem nächsten Arbeitgeber mitnehmen. Auch hier ist die Stiftung Warentest eine gute Informationsquelle.

Steuer

Die Steuerkarte gibt es nicht mehr – auch die ersatzweise Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug soll zukünftig entfallen und durch das elektronische Verfahren ELStAM abgelöst werden. Dann bezieht der Arbeitgeber alle Steuermerkmale elektronisch. Bei erstmaliger Arbeitsaufnahme im Jahr 2013 muss aber die Ersatzbescheinigung noch von Ihnen bei Ihrem Finanzamt beantragt werden. Vereinfachungen gibt es für Auszubildende. Insbesondere wenn nur Teile des Jahres nichtselbstständig gearbeitet wird, kann durch eine Einkommenssteuererklärung viel Geld vom Finanzamt zurückerstattet werden. ELSTER – Ihre elektronische Steuererklärung

Rundfunkbeitrag

Mit der Novelle der Rundfunkgebühren zum Jahr 2013 entsteht für jeden Haushalt die Rundfunkgebührenpflicht – jetzt Rundfunkbeitrag genannt – unabhängig von der Bereitstellung eines klassischen Rundfunkempfängers. Mit eigenem Einkommen und eigenem Haushalt ist der Beitrag auf jeden Fall zu zahlen. Mehr unter rundfunkbeitrag.de.

Bildrechte/Quellenangabe: http://www.vahlen.de/productview.aspx?product=802887

2017-01-10T15:36:58+00:00 24. Oktober 2016|Arbeitswelt|