Lücken im Lebenslauf – Wie damit umgehen?

• In meinem tabellarischen Lebenslauf sind die einzelnen Stationen meiner Erwerbstätigkeit (von wann bis wann und wo) ersichtlich. Was mache ich mit Lücken im Lebenslauf? Sei es, dass ich zwei Jahre arbeitslos war oder ein Jahr Auszeit genommen habe, um die Welt zu bereisen?

Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf nicht „schönreden“

Der Versuch, Lücken im Lebenslauf zu vertuschen, geht meistens schief. Wer Erfahrungen im Lesen von Lebensläufen hat, der merkt, wann jemand mauschelt. Beliebte und oft empfohlene Umschreibungen sind Familienmanagement, Pflege von kranken Angehörigen, der Status Freiberufler oder selbständiger Consultant, Sabbatical und ähnliche Begriffe.

Im Vorstellungsgespräch wird das schnell als getarnte Arbeitslosigkeit erkannt. Das ist für den Bewerber in der Regel sehr unangenehm. Abschnitte des Lebenslaufes fälschen, vielleicht sogar noch falsche Zeugnisse oder Bescheinigungen einfügen – das geht gar nicht!

Was also tun, wenn man Lücken hat? Am besten: Dazu stehen! Sachlich Auskunft geben und ggf. Gründe benennen. In Lebenslauf und Anschreiben die Aufmerksamkeit des Lesers auf die für die ausgeschriebene Stelle wichtigen und relevanten Erfahrungen lenken, Attraktives im eigenen Profil herausarbeiten etc.

Lücken in der Vita ehrlich kommunizieren

Wie Arbeitgeber Lücken bewerten, hängt von vielem ab. Wenn große Lücken im Lebenslauf einmalig sind, dann ist das meist problemlos. Wenn sie regelmäßig bei jedem Jobwechsel auftauchen, dann fragt man sich schon, warum das wohl so ist. Wer als junger Mensch zwei Jahre Arbeitslosigkeit im Lebenslauf hat, der kann das nicht schönreden.

Je nach Gründen dafür ist es ggf. besser zu sagen „Ja, ich habe Dinge falsch eingeschätzt und deshalb Fehler gemacht, aber ich habe daraus gelernt!“ Kindererziehungszeiten sind bei Frauen akzeptiert. Eine große Reise mit einem Jahr Auszeit ist kein Drama, wenn davor ein kontinuierliches und erfolgreiches Berufsleben in den Unterlagen sichtbar wird.

Ein Arbeitgeber sucht in einem Lebenslauf ehrliche Auskunft über die berufliche Entwicklung eines potenziellen Mitarbeiters. „Lebenslauftuning“ in dem Sinne, dass arbeitsfreie Zeiten einfach weggelassen oder mit falschen Angaben gefüllt werden, stellt also einen Vertrauensbruch dar. Im schlimmsten Falle ein Anlass für eine Kündigung, wenn diese Unwahrheiten im Laufe der Zeit herauskommen.

Siehe auch: Lebenslauflücken durch Krankheit

Bild: Hebi_B | pixabay.com

Zurück