Job-Sharing: Modernes Arbeitszeitmodell

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Denn wer heute in den Beruf einsteigt, geht mit ganz anderen Werten und Vorstellungen heran, als die Generation davor. Das beweist die Studie „Arbeitswelt im Wandel“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Insbesondere die Zahl der sogenannten atypischen Beschäftigungen, wie zum Beispiel Teilzeit, hat deutlich zugenommen. Eine moderne Form der Teilzeit-Arbeit ist das Job-Sharing, bei dem sich zwei oder mehr Arbeitnehmer einen Job teilen. Doch für wen ist dieses Arbeitszeitmodell  eigentlich geeignet und welche Vor- und Nachteile bietet es?

Job-Sharing

Job-Sharing: Vorteile

  • Für junge Familien ist das Job-Sharing oftmals eine gute Alternative zu einer Vollzeitstelle. So haben sie mehr Zeit für die Kinderbetreuung.
  • Die Stelle lässt sich in der Regel sehr flexibel und ganz nach Bedarf zwischen den Arbeitnehmern aufteilen.
  • Job-Sharing bietet die Möglichkeit, auch eine Führungsposition aufzuteilen. Eventuell auch für einen festgelegten Zeitraum, beispielsweise für fünf Jahre.
  • Zwei oder mehrere Arbeitnehmer teilen sich die Verantwortung. Das kann bei stressigen Jobs, etwa mit häufigen Deadlines, für Erleichterung sorgen.
  • Die Aufgaben können nach den jeweiligen Stärken oder Vorlieben aufgeteilt werden. Dadurch sind Job-Sharer oft motivierter und produktiver.

Job-Sharing: Nachteile

  • Konflikte sind vorprogrammiert, wenn die Chemie zwischen den Parteien nicht stimmt.
  • Wird einer der Job-Sharer krank, muss der andere einspringen. Es sei denn, dies ist im Arbeitsvertrag nicht eindeutig geregelt.
  • Häufige Arbeitsübergaben, insbesondere zwischen mehr als zwei Parteien, können bei mangelnder Absprache die Arbeitsabläufe im Unternehmen stören.
  • Job-Sharing bedeutet natürlich immer auch einen Verzicht auf einen Teil des Gehalts.

Fazit:

Job-Sharing kann eine produktive und sinnvolle Arbeitszeitvariante sein. Die Grundbedingung dafür ist jedoch, dass die Chemie zwischen den Arbeitnehmern absolut stimmen muss. Zudem müssen eindeutige Regelungen getroffen werden, was passiert, wenn einer der Job-Sharer ausfällt.

Siehe auch: My Home is my Castle: Vom Wohl und Wehe der Heimarbeit

Bild: tableatny | flickr.com | CC by 2.0 | Ausschnitt

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